Erneute Empörung: United Airlines zerstört Rollstuhl eines Passagiers

Bei United Airlines läuft es dieses Jahr in Sachen Kundenkontakt nicht ganz rund. (Bild: ddp images/Markus Mainka/Shotsho)

Schon wieder Ärger für die US-amerikanische Fluglinie United Airlines. Bei einem Langstreckenflug ging ein 37.000 Euro teurer Rollstuhl eines Passagiers kaputt. Dessen Schwester wandte sich via Social Media an die Öffentlichkeit.

Der 24-jährige Franzose Valentin Duthion ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Bei einem Langstreckenflug ins US-amerikanische Newark, New Jersey, gab er diesen in die Hände von Angestellten der Fluglinie, wie Duthions Schwester der Zeitung „Le Progrés“ erklärte. Zurück bekam Duthion das Gerät allerdings in einem desolaten Zustand. Dies beweist ein Video, das seine Schwester Lucie via Twitter veröffentlichte.

„So gehen United-Airlines-Angestellte mit Leuten mit Behinderung um. Rollstuhl zerstört (37.000 Euro), Trip in die USA verschwendet. Zum Schämen“, schrieb Lucie Duthion.

Die Fluglinie meldete sich ebenfalls zu Wort. „Wir sind mit unserem Kunden in Kontakt und haben ihm für die Dauer seines Urlaubs einen Leih-Rollstuhl zur Verfügung gestellt“, so das offizielle Statement gegenüber dem Magazin „People“. Duthions Rollstuhl würde in der Zwischenzeit repariert werden.

In einem Facebook-Posting erklärte die Gruppe noch einmal die Geschehnisse und gab ein Update: Er habe zwar einen geliehenen Stuhl erhalten, der aber nicht verwendbar sei: „Val wird seinen Rollstuhl bis zum Ende des Trips nicht zurückbekommen. Wir haben einen Leihstuhl, aber in den passt er nicht. Damit kann er nicht fahren“.

Die Gruppe fühlte sich von der Fluglinie nicht unterstützt, sondern vielmehr unter Druck gesetzt: „Hätten wir es (den Leih-Rollstuhl, anm. d. Red.) verweigert, hätten wir eine Verzichtserklärung unterschreiben müssen, in der wir bestätigen, die Hilfe von United Airlines zu verweigern“, so die Schwester des Betroffenen.

Es ist nicht das erste Mal, dass United Airlines in letzter Zeit im Kreuzfeuer der Kritik steht. Im April diesen Jahres ging ein Video um die Welt, in dem Mitarbeiter der Fluglinie einen Passagier mit Gewalt aus dem Flugzeug zerren. Im selben Monat kam auf einem Flug zwischen London und Chicago unter ungeklärten Umständen ein Hase ums Leben. Um den PR-Albtraum zu komplettieren, fiel ebenfalls im April ein Skorpion von einem Ablagefach auf einen Passagier.

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