Ernüchterung bei Valentino Rossi: Keine Performance gefunden

Heiko Stritzke

Valentino Rossi hegte große Hoffnungen bezüglich der Elektronik-Updates für seine Yamaha M1, doch nach dem Test in Brünn steht fest: So einfach wird das nicht. Der "Doktor" fuhr in 1:55.918 Minuten beim Test auf den siebten Platz und war dabei langsamer als am Rennwochenende trotz vergleichbarer Bedingungen.

Seine ernüchternde Bilanz: "Wenn ich jetzt ein Rennen fahren müsste, würde ich mit dem Motorrad von gestern fahren, weil wir uns nicht verbessern konnten." Und so groß war das erhoffte Update dann auch nicht: "Wir hatten keine große Dinge dabei, aber haben einige kleinere Updates zum Beschleunigen ausprobiert. Wir haben etwas Positives gefunden, aber leider kommt Österreich zu schnell dafür. Das muss erst alles erst zusammengetragen werden."

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Das Elektronik-Update zielte auf eine sanftere Gasannahme beim ersten Ziehen am Gashebel ab, womit verhindert werden soll, dass die Traktionskontrolle zu schnell eingreifen muss. "Wir haben versucht, die Fahrbarkeit des Motorrads zu verbessern, das war unser hauptsächliches Ziel", sagt Yamaha-Teamdirektor Massimo Meregalli. Dazu wurden auch der neue Vorderreifen von Michelin für 2019 und eine neue Verkleidung getestet, doch wirkliche Fortschritte brachte das alles nicht.

"Wir müssen weiter hart arbeiten", fasst Rossi zusammen. "Unsere Resultate in dieser Saison waren ja gar nicht so schlecht. Wir waren nah dran. Wir müssen etwas finden, um den letzten Schritt in Richtung Sieg zu gehen. Aber heute - nein."