Opfer von Schulbusunfall in Frankreich beerdigt

Eine Woche nach dem tödlichen Schulbusunglück in Südfrankreich sind vier der sechs Opfer beerdigt worden. In der Gemeinde Saint-Feliu-d'Avall in den östlichen Pyrenäen nahmen am Donnerstag zahlreiche Mitschüler, Eltern und Lehrer an der Trauerfeier für die vier Jungen teil. Gegen die Busfahrerin wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung eingeleitet.

Bei der Beerdigung verlas der Regionalpräfekt eine Botschaft von Präsident Emmanuel Macron: "Nichts kann die unendliche Trauer der Familien mindern, die mit dem Verlust ihres Kindes geschlagen sind", hieß es darin. Ganz Frankreich teile den Schmerz der Familien.

Bei dem Zusammenstoß zwischen einem Schulbus und einem Zug waren am Donnerstag vergangener Woche sechs Schüler ums Leben gekommen. Fünf weitere schweben weiter in Lebensgefahr.

Gegen die Busfahrerin wurde ein Fahrverbot verhängt, wie die für Unfälle zuständige Staatsanwaltschaft in Marseille am Mittwochabend mitteilte. Die Fahrerin hatte angegeben, die Schranken an dem Bahnübergang seien zum Unfallzeitpunkt geöffnet gewesen. Laut Staatsanwaltschaft gibt es jedoch Indizien dafür, dass die Schranken geschlossen waren. Auch der Zugführer sagte entsprechend aus. Deshalb schließen die Ermittler menschliches Versagen nicht aus.