Ermittlungen gegen Bosch-Mitarbeiter wegen Betrugs bei Abgaswerten

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Ermittlungen gegen drei Bosch-Mitarbeiter wegen des Anfangsverdacht der Beihilfe zum Betrug in Zusammenhang mit den Abgasmanipulationen bei VW-Diesel-Fahrzeugen eingeleitet. Das betätigte ein Sprecher der Behörde

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Ermittlungen gegen drei Bosch-Mitarbeiter wegen des Anfangsverdacht der Beihilfe zum Betrug in Zusammenhang mit den Abgasmanipulationen bei VW-Diesel-Fahrzeugen eingeleitet. Ein Sprecher der Behörde bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der "Wirtschaftswoche". Es gehe dabei um Führungskräfte mit Personalverantwortung, sagte der Sprecher. Der Höchstrangige von ihnen zähle zum mittleren Management.

Bosch wollte sich mit Blick auf das laufende Verfahren zu den Vorwürfen auf Anfrage von AFP nicht äußern, auch nicht zu den davon betroffenen Mitarbeitern. "Die Vorwürfe der Manipulation von Dieselsoftware nimmt Bosch sehr ernst", betonte ein Unternehmenssprecher aber. Bosch unterstütze die laufenden Ermittlungen und "kooperiert uneingeschränkt mit den zuständigen Behörden".

Laut einem Bericht der "Wirtschaftswoche" laufen die Ermittlungen bereits seit einigen Monaten. Demnach wird den Bosch-Mitarbeitern vorgeworfen, VW bei der Manipulation von Abgaswerten geholfen zu haben. Weitere Ermittlungen gegen Bosch-Mitarbeiter gibt es bereits wegen Manipulationsvorwürfen bei Daimler. Geprüft werden zudem ähnliche Vorwürfe bei Fiat.

Volkswagen hatte im September 2015 Abgas-Manipulationen bei weltweit elf Millionen Dieselautos zugeben müssen. Eine illegale Software drückte den Schadstoffausstoß bei Emissionstests nach unten. Ähnliche Vorwürfe gibt es auch gegen weitere Hersteller.