Ermittler stellt Befragung ein, weil Verdächtiger Körpergeräusche sprechen lässt

Die US-Polizei kriegt es manchmal auch mit Geruchsbelästigung zu tun. (Symbolbild: ddp Images)

Bei einem Verhör in der US-Stadt Kansas City zeigte sich der Festgenommene nicht besonders kooperativ. Als der Polizist den Mann nach seiner Adresse fragt, lehnt sich der nur zur Seite – und pupst. Der Beamte beendete die Befragung darauf umgehend.

Ermittler, die in Verhörräumen vermeintlichen Straftätern gegenübersitzen, sind eine Menge gewohnt. Viele Befragte zeigen sich renitent, wollen keine Auskunft über den Tathergang geben oder die Namen von Mittätern nicht preisgeben. Die Kunst eines guten Polizisten besteht darin, auch solch verschlossene Charaktere „zum Singen“ zu bringen, wie man in Ermittlerkreisen sagt.

Bei einem Verhör in der US-Stadt Kansas City schaffte es ein Beamter nun, den Befragten relativ schnell „zum Singen“ zu bringen, allerdings anders als üblich. Dem 24 Jahre alten Sean A. Sykes wurde zur Last gelegt, mit Kokain gehandelt zu haben. Außerdem soll der Mann drei Schusswaffen besessen haben, wovon zwei als gestohlen gemeldet worden waren.


Während der Befragung gab Sykes an, nichts von den Drogen oder den Waffen zu wissen. Doch viel interessanter ist ein ganz anderes Detail, das aus dem Polizeireport der leitenden Ermittler hervorgeht. Die Zeitung „Kansas City Star“ berichtet auf ihrem Online-Portal, dass der Beamte Sykes nach dessen Adresse gefragt habe.

Dann heißt es im Bericht: „Herr Sykes lehnte sich auf eine Seite des Stuhls und ließ einen lauten Furz, bevor er die Frage nach seiner Adresse beantwortete.“ Weiter heißt es in dem Dokument: „Mr. Sykes fuhr mit seinen Flatulenzen fort, sodass ich das Gespräch beenden musste.“ Das Verhalten des Beschuldigten dürfte keine rechtlichen Konsequenzen nach sich ziehen. Vor Gericht muss Sykes im Laufe der Woche aussagen – doch dann vermutlich ohne akustische Begleitung.