Ermittler durchsuchen Metro-Zentrale wegen Verdachts auf Insiderhandel

Der Handelskonzern Metro hatte 2016 seine Aufspaltung angekündigt

Wegen des Verdachts auf Insiderhandel von führenden Managern haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag die Zentrale des Handelskonzerns Metro AG in Düsseldorf durchsucht. Das teilte ein Sprecher des Unternehmens in der nordrhein-westfälischen Stadt mit.

Zugleich wies er den Vorwurf von Verstößen gegen das Wertpapierhandelsgesetz im Zuge der 2016 angekündigten Aufspaltung des alten Metro-Konzerns in zwei neue Unternehmen zurück. Die Metro AG sei "allen entsprechenden Pflichten nachgekommen", erklärte er. Der Konzern kooperiere "in vollem Umfang" mit den Ermittlern.

Nach Angaben der Metro AG geht es um Vorwürfe des Insiderhandels gegen Aufsichtsratschef Jürgen Steinemann sowie ein namentlich nicht genanntes Mitglied des Vorstands. Zu dem Zeitpunkt, als diese Aktien gekauft hätten, habe aber keine Insider-Information vorgelegen. Die Metro AG habe die Nachricht von der geplanten Aufspaltung am 30. März 2016 "pünktlich und unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften kommuniziert", teilte der Konzern mit.

Der Handelskonzern Metro hatte damals die Aufspaltung in zwei Unternehmen angekündigt, inzwischen ist diese vollzogen. Das Geschäft mit Lebensmitteln läuft weiter unter dem Namen Metro, das mit Elektronik der beiden Ketten Media Markt und Saturn unter dem Namen Ceconomy. Steinemann war Aufsichtsratschef des alten Metrokonzerns und wurde danach Chefaufseher der neuen Metro AG.

Metro gehört zu den führenden Handelskonzernen weltweit und machte im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Umsatz von rund 58 Milliarden Euro. Rund 220.000 Menschen arbeiten für den Konzern.