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Hoffenheim-Erlösung! Hertha wie ein Absteiger

Erlösung für die TSG Hoffenheim und Pellegrino Matarazzo!

Nach insgesamt acht Pflichtspiel-Niederlagen in Serie feierten die als Schlusslicht in die Partie gegangenen Kraichgauer gegen Abstiegs-Konkurrent Hertha BSC einen 3:1-(2:0)-Sieg. Neben sieben Bundesliga-Partien verlor die TSG zwischenzeitlich auch das Achtelfinale im DFB-Pokal gegen RB Leipzig (1:3).

Es war zugleich im sechsten Spiel unter dem nicht mehr ganz so neuen Trainer der erste Erfolg für Matarazzo. „Der Trainer macht es sensationell gut. Jetzt sollte Ruhe einkehren“, sagte Offensivspieler Christoph Baumgartner bei Sky. Hoffenheim hatte zuvor den letzten Sieg am 14. Oktober 2022 gegen den FC Schalke 04 gefeiert (3:0 am 10. Spieltag).

Durch den Erfolg geben die Hoffenheimer nicht nur die Rote Laterne in der Tabelle ab, sondern klettern mit jetzt 22 Punkten an der Hertha (21) vorbei auf den 15. Tabellenplatz. Neues Schlusslicht ist der VfB Stuttgart nach dem 0:1 gegen den VfL Wolfsburg.

Andrej Kramaric erst per Hand- (24.), dann per Foulelfmeter (37.) sowie Ihlas Bebou (51.) trafen für die Kraichgauer, die ihrem angezählten Trainer Pellegrino Matarazzo den Job gerettet haben dürften. Kramaric hat gegen keinen anderen Klub so oft getroffen wie gegen die Berliner (zwölf Tore).

Stevan Jovetic (90.+2) verkürzte erst in der Nachspielzeit für Berlin, das ab der 71. Minute nach Blitz-Rot für Munas Dabbur wegen eines üblen Tritts in Überzahl spielten.

Strittiger Hand-Elfmeter hilft Hoffenheim

Hoffenheim kam deutlich besser in die Partie, konnte eine Großchance durch Andrej Kramaric (20.) nach Traumpass von Kevin Voigt allerdings nicht nutzen.

Kurz darauf gab es aber etwas Hilfe: John Anthony Brooks köpfte Herthas Tolga Cirgerci nach einer Ecke den Ball von hinten an den gehobenen Arm - Schiedsrichter Frank Willenborg entschied trotz heftiger Proteste der Berliner auf Elfmeter.

Die Szene erinnerte ein wenig an den viel diskutierten Strafstoß von Manchester City unter der Woche gegen RB Leipzig. Wie seinerzeit Erling Haaland war Hoffenheims Kramaric das dann egal: Mit einem überlegten Schuss in die Mitte vom Elfmeterpunkt brachte er die TSG in Führung (26.).

Kramaric versenkt zwei Elfmeter

Auch das 2:0 für die Hoffenheimer fiel per Elfmeter. Nach dem klaren Foul von Filip Uremovic an Ihlas Bebou (36.) gab es allerdings keine Diskussionen.

Erneut trat Kramaric an und versenkte sicher, dieses Mal rechts in die Ecke.

Kein Strafstoß für Hertha - dafür das 0:3

Kurz der Pause forderten dann die Herthaner Elfer (48.), nachdem Robert Skov den Ball bei angelegtem Arm mit dem Unterarm gespielt hatte. Refere Willenborg gab den Strafstoß aber nicht.

Bitter: Fast im direkten Gegenzug schenkte Bebou den Berlinern dann das 0:3 nach einem Konter ein.

Dabbur sieht Rot nach 86 Sekunden

Für ein negatives Highlight sorgte dann noch Angreifer Munas Dabbur.

Der Hoffenheimer flog nach seiner Einwechslung rekordverdächtig schnell vom Platz.

In der 69. Minute wurde der Israeli für Christoph Baumgartner eingewechselt - schon in der 71. sah er glatt Rot, weil er Dodi Lukebakio mit Anlauf in die Achillessehne getreten hatte.

Insgesamt stand er nur 86 Sekunden auf dem Platz. Für den schnellsten Platzverweis der Bundesliga-Geschichte reichte das aber nicht.

Denn diesen Rekord hält weiterhin Marcel Titsch-Rivero von Eintracht Frankfurt.

Er wurde am 14. Mai 2011 gegen Borussia Dortmund eingewechselt und musste 43 Sekunden später wegen einer Notbremse schon wieder runter.

Kurios: Dabbur war schon einmal an einer berühmten Szene der Bundesliga-Geschichte beteiligt.

Am 6. März 2021 packte Paulo Otavio vom VfL Wolfsburg gegen den Hoffenheimer Angreifer die „Grätsche des Jahrhunderts aus.

VIDEO: Verarscht die UEFA die Bundesliga?