Ergo-Studie: Jeder Zweite fürchtet finanzielle Einschränkungen im Ruhestand

Jeder vierte Deutsche fürchtet sich vor Altersarmut. Zugleich legen 42 Prozent nichts oder weniger als 50 Euro im Monat für die private Altersvorsorge zurück, wie eine am Mittwoch in Düsseldorf veröffentlichte Umfrage des Versicherungskonzerns Ergo zeigt. Jeder zweite Deutsche glaubt, sich im Ruhestand finanziell einschränken zu müssen.

Wie die von Gerd Gigerenzer vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung erstellte Studie weiter zeigt, gibt es dabei erhebliche Ost-West-Unterschiede. In den neuen Bundesländern ist die Sorge, im Alter finanzielle Abstriche machen zu müssen, deutlich stärker ausgeprägt. In Brandenburg fürchten das zum Beispiel 69 Prozent, in Bayern und Hessen hingegen nur jeweils 47 Prozent.

Als größte Sorgen für das Alter gaben die Befragten Krankheit (65 Prozent), Unmündigkeit oder Abhängigkeit von Anderen (41 Prozent), Armut (40 Prozent) und Einsamkeit (28 Prozent) an. Knapp sieben von zehn Befragten erwarten zudem, dass das Rentenniveau in den nächsten zehn Jahren weiter sinkt.

Wegen der fortschreitenden Digitalisierung hat ein Viertel der Deutschen Angst, in den kommenden zehn Jahren am Arbeitsplatz von Maschinen ersetzt zu werden. Nur Beamte sehen das mehrheitlich nicht als Risiko (87 Prozent). Acht Prozent der Befragten nennen die Gefährdung ihres Arbeitsplatzes als das für sie größte Risiko, das sich aus dem Zukunftsszenario Digitalisierung ergibt.

Weit höher schätzen die Deutschen die Gefahren durch Identitätsdiebstahl, Hackerangriffe und Datenverlust ein - jeweils mehr als die Hälfte gibt dies an. Das Kölner Marktforschungsinstitut Heute und Morgen befragte im September 2017 insgesamt 3200 Menschen.