Das Erfolgs-Gen

Thomas Bergmann
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Das Erfolgs-Gen

2007 gilt als Jahr des Durchbruchs in der Gentherapie. Viele börsennotierte Firmen stehen vor neuen Erfolgen und haben daher enormes Kurspotenzial. Vontobel bietet jetzt einen smarten Zugang zur Branche.

Im vergangenen Jahr wurden in den USA zwei CAR-T-Zelltherapien – Kymriah und Yescarta – zugelassen. Die Behandlungsmethoden vernichten Krebszellen mithilfe genetisch modifizierter körpereigener T-Zellen, sogenannter Killerzellen, die für die Immun­abwehr wichtig sind. Die CAR-T-Zellen enttarnen die für das Immunsystem unsichtbar gewordenen Krebszellen und machen sie letztlich wieder angreifbar. Dies hat unter anderem zu starken therapeutischen Verbesserungen im Bereich des Blutkrebses bei Kindern und jungen Erwachsenen sowie bei Lymphknotenkrebs geführt.

Im Jahr 2017 schrieb auch die erste in den USA zugelassene Gentherapie – Luxturna – Geschichte. Mit dieser Methode werden Menschen mit einer erblich bedingten Erblindung (Retinitis pigmentosa) behandelt. Dabei wird durch den Einsatz von Viren ein defektes Netzhautgen (RPE65) repariert und im besten Fall eine nachhaltige Heilung erzielt. Weitere Anwendungen sind schon in Reichweite. Zum Beispiel solche für Bluterkrankheiten, erblich bedingten Muskelschwund und sogar für neurologische Erkrankungen wie Parkinson. 2017 wurden über 100 Anträge für klinische Studien bei der FDA eingereicht.

Gentherapie 2.0

Neue ungeahnte Möglichkeiten bietet das sogenannte „Genome Editing“, oft als Gentherapie 2.0 bezeichnet. Anstatt ein krankes durch ein gesundes Gen zu ersetzen, werden hierbei im Zellkern fehlerhafte Gene direkt herausgeschnitten oder repariert. Der Vorteil ist, dass keinerlei fremde DNA von anderen Organismen mehr eingebracht wird und so Abwehrreaktionen des Körpers vermieden werden.

Zell- und Gentherapien haben ein riesiges Potenzial. Schätzungen von Roland Berger zufolge wächst der Markt für regenerative Medizin bis 2025 um durchschnittlich 33 Prozent pro Jahr auf 130 Milliarden Dollar. Allein der weltweite Gentherapie-Markt soll in den nächsten zwei Jahren von acht auf zwölf Milliarden Dollar anwachsen. Entsprechend groß sind die Renditechancen bei Unternehmen aus diesen Bereichen.

Die Profis am Werk

Vontobel lanciert daher einen Index, der in 16 dieser Firmen investiert. Als Indexsponsor fungiert Bellevue Asset Management (BAM), das als absoluter Experte auf dem Gebiet der Biotechnologie und der Gesundheitsbranche gilt und einen hervorragenden Track Record aufweist. Der von den Schweizern gemanagte Adamant Global Healthcare Index hat seit Auflegung vor elf Jahren eine Performance von rund 360 Prozent erzielt und damit vergleichbare Aktienbarometer wie den MSCI World Health Care Index (+135 Prozent) weit hinter sich gelassen.

Der neue Vontobel Gene Therapy Performance-Index basiert auf dem Aktien-Research-Universum von BAM im Bereich Gen- und Zelltherapie. Dabei greift ein Liquiditätsfilter, ehe diese Unternehmen in zwei grundsätzliche Segmente – einmal ein etabliertes und einmal ein innovatives – aufgeteilt werden. Die etablierten verfügen bereits über positive Cashflows und stehen damit für den Value-Gedanken. Die anderen verbrennen operativ noch Geld, wachsen aber viel stärker (Growth). Für den Index qualifizieren sich diejenigen Firmen, die in ihrem Bereich – entsprechend einem festgelegten Scoring-Modell – die höchsten Bewertungen von BAM erhalten. Bewertet werden hierbei qualitative (zum Beispiel Einschätzung des Managements, Produkt-Pipeline) und quantitative Kriterien (PEG-Bewertung, KUV).

Zum Start sind altbekannte Namen wie BioMarin, Gilead oder Novartis im Index. Aus dem innovativen Segment dürfte Bluebird Bio noch manchem aktionär-Leser ein Begriff sein. Das Unternehmen arbeitet an Gentherapien für schwere genetische Erkrankungen wie zerebrale Adrenoleukodystrophie im Kindesalter.

Jetzt das Depot infizieren

Dank der neuen Technologien werden einige Firmen aus der Biotech- und Pharmabranche in Zukunft sehr erfolgreich sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind die auch im neuen Gentherapie-Zertifikat mit der WKN VA3BPR, das ab dem 18. Juli über die Börse gehandelt werden kann.