Erfolgreicher EM-Start für deutsche Hockey-Herren

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Erfolgreicher EM-Start für deutsche Hockey-Herren
Erfolgreicher EM-Start für deutsche Hockey-Herren

Das deutsche Herren-Team ist erfolgreich in die Hockey-EM in Amsterdam gestartet. Die achtmaligen Titelgewinner feierten bei der Generalprobe für das Olympia-Turnier bei den Sommerspielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) zum Vorrunden-Auftakt gegen Wales einen standesgemäß deutlichen 8:1 (4:1)-Kantersieg.

"Es hat etwas gedauert, bis der Knoten geplatzt ist. Ich bin froh, dass die Jungs drangeblieben sind. In manchen Phasen hatten wir das Spiel aber nicht unter Kontrolle, da sah es aus wie Ping Pong", sagte Bundestrainer Kais al Saadi und fügte an: "Meine Spieler haben sich vor allem gefreut, wieder vor Publikum zu spielen."

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In den beiden weiteren Spielen der Gruppe B trifft die deutsche Mannschaft am Sonntag auf Gastgeber Niederlande und am Dienstag auf Frankreich. Die jeweils zwei besten Teams aus den beiden Gruppen ziehen ins Halbfinale ein. Zur Direktqualifikation für die nächste WM-Endrunde reicht in Amsterdam allerdings auch schon der fünfte Platz.

Wales war für die Weltranglistensechsten, die ihren letzten EM-Test Ende Mai in Hamburg gegen Frankreich noch 2:5 verloren hatten, erwartungsgemäß noch kein ernsthafter Prüfstein. Die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB), die seit sechs Jahren auf ihr neuntes EM-Gold wartet, gab über die meiste Zeit hinweg den Ton an. Die britischen Gegner strahlten bestenfalls in Strafecken-Situationen vereinzelt Gefahr aus.

Hockey-EM: Deutschland besiegt Wales

Für al Saadi gehörte mit Blick schon auf Tokio die Umwandlung der Feldüberlegenheit seines Teams, das zumindest bei der EM auf seinen verletzten Kapitän Mats Grambusch verzichten muss, in Tore zu den positiven Erkenntnissen des Turnier-Aufgalopps.

Constantin Staib (12.), Niklas Bosserhoff (15.), Paul-Philipp Kaufmann (18.), Lukas Windfeder (25.), Niklas Wellen (43.), Christopher Rühr (58.), erneut Staib (59.) und Timm Herzbruch (60.) sorgten für den klaren Sieg. Wales konnte lediglich zum zwischenzeitlich auf 1:2 (21.) verkürzen.

"Das war gar nicht so einfach. Wales kannten wir als Team nicht. Ich habe 350 Länderspiele gespielt, aber das war mein erstes gegen Wales", sagte Kapitän Tobias Hauke.

Die DHB-Damen greifen am Sonntag (12.45 Uhr) ins EM-Geschehen ein. Das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger trifft dabei in seinem ersten Gruppenspiel auf Belgien. Weitere Gegner der EM-Zweiten sind Olympiasieger Großbritannien und Italien. Im Damen-Turnier ist im Gegensatz zum Herren-Wettbewerb nur der Einzug in die Vorschlussrunde gleichbedeutend mit einem Direktticket zum kommenden WM-Turnier.