Erfolgreich in der Gegenwart – fit für die Zukunft: LEG Immobilien SE präzisiert Gewinnprognose 2022 innerhalb der erwarteten Bandbreite und richtet Strategie auf verändertes Marktumfeld aus

Die LEG Immobilien SE bestätigt nach gutem bisherigen Geschäftsverlauf trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ihre Gewinnerwartungen für 2022. Sie präzisiert die Gesamtjahresprognose für den FFO I, die bisher wichtigste Ertragskennzahl im Steuerungsmodell der LEG, innerhalb einer Bandbreite von 475 – 485 Millionen Euro (bisher 475 – 490 Millionen Euro). Die Investitionen in den Wohnungsbestand belaufen sich voraussichtlich auf rund 42 Euro je Quadratmeter (ursprünglich 46 – 48 Euro) und fallen damit – wie bereits bei Veröffentlichung des Halbjahresberichtes avisiert – geringer als geplant aus. Das vollständige Zahlenwerk für das dritte Quartal 2022 und den Ausblick für 2022 und 2023 veröffentlicht die LEG am 10. November 2022.

Gleichzeitig richtet das Unternehmen seine Strategie auf das veränderte Marktumfeld aus. Denn Ukraine- und Energiekrise, die hohe Inflation und steigende Zinsen stellen auch die LEG trotz der anhaltend hohen Nachfrage nach ihrem Produkt „bezahlbares Wohnen“ vor neue Herausforderungen. Dies betrifft insbesondere die gestiegenen Finanzierungskosten. Für das Jahr 2023 hat daher der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, die Geschäftsstrategie verstärkt auf höchstmögliche Kapitaleffizienz zu fokussieren. Daher knüpft der Unternehmenserfolg für 2023 an den AFFO an, um den erwirtschafteten und frei verfügbaren Cashflow besser zu reflektieren.

„Wir werden 2023 die Investitionen pro Quadratmeter, die wir in den letzten Jahren stark ausgeweitet haben, nominal etwa auf das Niveau von 2019 zurückführen – das ist eine Größenordnung, die es uns auch weiterhin ermöglicht, gutes, zeitgemäßes Wohnen anzubieten“, erläutert Lars von Lackum, CEO der LEG Immobilien SE. Zur weiteren Stärkung der Liquidität hat das Unternehmen, wie bereits berichtet, beschlossen, keine weiteren Ankäufe vorzunehmen und das Projektentwicklungsgeschäft aufzugeben.

Folgerichtig berichtet die Gesellschaft im Rahmen der Guidance nicht mehr die Kennzahl FFO I, da diese wesentlich durch die Aktivierungsquote von Investitionen beeinflusst ist, sondern stattdessen den um aktivierte CapEx-Maßnahmen adjustierten FFO I, den AFFO. Für 2023 erwartet die Gesellschaft einen AFFO in der Bandbreite von 110 – 125 Millionen Euro (Erwartung für 2022: 70 – 80 Millionen Euro). Für das Mietwachstum im vergleichbaren Bestand (like-for-like), das ebenfalls weiterhin im Rahmen der Guidance berichtet wird, erwarten wir 3,3 – 3,7 Prozent und bestätigen für das Geschäftsjahr 2022 ca. 3,0 Prozent.

Insbesondere die verstärkte Ausrichtung der Geschäftsstrategie an höchstmöglicher Kapitaleffizienz wird im Jahr 2023 voraussichtlich zu einer Entwicklung des nunmehr nicht mehr maßgeblichen FFO I unterhalb der aktuellen Markterwartung führen. Auf Basis der Wirtschaftsplanung ergibt sich für das Jahr 2023 ein rechnerischer FFO I der LEG Immobilien SE in einer Bandbreite von 425 bis 440 Millionen Euro.

Zudem wird die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2023 ebenfalls an der neuen cash-orientierten Kennzahlensystematik ausgerichtet werden. Dabei ist geplant, die Ausschüttung der Dividende an zwei Komponenten zu messen: In Abhängigkeit vom Marktumfeld sollen zum einen 100 Prozent des AFFO und zum anderen ein Anteil von aus Immobilienverkäufen erzielten Nettoerlösen ausgeschüttet werden. Der Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2022 wird sich, wie auch in den letzten Jahren, noch am FFO I orientieren. Die Ausschüttungsquote von
70 Prozent steht aber unter dem Vorbehalt der weiteren Marktentwicklung.

CEO Lars von Lackum sagt: „Unser Produkt – gutes Wohnen zu fairen Preisen – ist gefragter denn je und steht für Stabilität auch in schwierigen Zeiten. Unser klarer Fokus ermöglicht eine schnelle und präzise Anpassung unserer Geschäftsstrategie an das volatile wirtschaftliche Umfeld. So steuern wir unsere LEG sicher in die Zukunft.“

Schlussbemerkung: Gelegentlich wird in dieser Mitteilung von Kunden, Mietern, Mitarbeitern, Investoren u. a. gesprochen. Dies dient zur Vereinfachung der Lesbarkeit und schließt alle Geschlechter ein.


Über die LEG
Die LEG SE ist mit rund 166.000 Mietwohnungen und rund 500.000 Bewohnern ein führendes börsennotiertes Wohnungsunternehmen in Deutschland. Das Unternehmen unterhält acht Niederlassungen und ist darüber hinaus an ausgewählten Standorten mit persönlichen Ansprechpartnern vor Ort vertreten. Aus ihrem Kerngeschäft Vermietung und Verpachtung erzielte die LEG SE im Geschäftsjahr 2021 Erlöse von rund 960 Millionen Euro bei einer Durchschnittsmiete von 6,13 pro Quadratmeter. Mit einem Anteil von rund einem Fünftel Sozialwohnungen und ihrem kontinuierlichen Einsatz für effizienten Klimaschutz, u.a. durch serielles Sanieren mit der Anfang 2022 gegründeten Tochterfirma Renowate, unterstreicht die LEG ihr nachhaltiges Engagement in verschiedenen Bereichen.