DTM: Rast genießt Führung

Freut sich über die Führung in der DTM-Fahrerwertung: Audi-Pilot Rene Rast


Audi-Pilot Rene Rast hat einige seiner selbst gesteckten Ziele bereits erreicht: erstes Podiumsergebnis, zweimal schnellste Rennrunde am Lausitzring. Erste Pole-Position und erster DTM-Sieg in Budapest. Außer bei seinem Ausfall im Sonntagsrennen in Hockenheim hat der Rookie jedes Mal Punkte erzielen können. Erfolgsdruck ist für den 30-Jährigen jedoch bisher kein Thema.

Frage: "Herr Rast, wie fühlt man sich als derzeit Führender in der DTM-Fahrerwertung?"Rene Rast: "Es ist natürlich ein tolles Gefühl - gar keine Frage. Ich hatte es wirklich nicht erwartet, das ganze Thema war noch so weit weg für mich. Im TV-Interview habe ich dann erfahren, dass ich die Meisterschaft anführe. Mittlerweile habe ich es nach und nach realisiert, es fühlt sich auf jeden Fall gut an."

Frage: "Am vergangenen Wochenende haben Sie in Budapest bereits Ihre DTM-Sieg-Premiere gefeiert. Beflügelt es Sie eher oder hemmt Sie nun der Erfolgsdruck?"Rast: "Uns als Team beflügelt es eher. Ob in Hockenheim die erste Startreihe oder das Podium am Lausitzring. Je mehr Erfolg wir hatten, desto motivierter wurden wir. Das hat uns allen noch einmal einen Boost gegeben. In Budapest bin ich bei einem Reifentest schon ein paar Runden gefahren und kannte daher die Strecke. Als ich dann im ersten Freien Training nah an den Zeiten meiner Markenkollegen war, wusste ich, dass es richtig gut laufen kann. An einen Sieg habe ich da aber noch nicht gedacht."

Frage: "Wird sich etwas an Ihrer Vorbereitung auf die Rennwochenenden ändern? Versuchen Sie nun, noch akribischer zu arbeiten?"Rast: "Zurzeit haben wir keinen Grund, die Dinge anders anzugehen als bisher. So, wie wir es gemacht haben, hat es an allen Rennwochenenden gut funktioniert. Von mir aus kann es daher gerne so weitergehen."

Frage: "Sowohl in den Qualifyings als auch in den bisherigen Rennen zählten Sie immer zu den Fahrern mit den schnellsten Rundenzeiten. Das Set-up scheint zu stehen - fehlt jetzt nur noch die Feinabstimmung?"Rast: "Das richtige Set-up für das jeweils bevorstehende Event zusammenzustellen - das bleibt nach wie vor eine große Herausforderung. Wir können uns daher nicht auf den Erfolgserlebnissen ausruhen, sondern müssen uns für jedes Rennen ganz spezifisch vorbereiten. In Budapest hatten wir das Auto vor allem auf viel Abtrieb abgestimmt, während man beim anstehenden DTM-Event am Norisring eher auf wenig Abtrieb setzt."

"Jeder Kurs verlangt sein eigenes Set-up. Mein Team ist zum Glück in der Lage, schon sehr gut aussortiert an die Rennstrecke zu kommen. Das erleichtert uns die anschließende Feinabstimmung. An den vergangenen drei Rennwochenenden haben wir als Team immer ein gutes Set-up gefunden, aber das ist keine Selbstverständlichkeit."

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