Erdogan beginnt bislang größten Eroberungsfeldzug – und die EU lädt ihn ein

Lennart Pfahler

Oben: Ein erschreckendes Video spricht Bände über die Lage der Türkei

Europa geht auf den türkischen Präsidenten zu.

Beim EU-Gipfel im bulgarischen Warna kann Recep Tayyip Erdogan am Montagabend auf Zugeständnisse der europäischen Staatschefs hoffen.

Zwar werden neue Kapitel der EU-Beitrittsgespräche wohl kaum eröffnet. Und auch die von der Türkei geforderte Visumsfreiheit gilt als ausgeschlossen.

Doch schon jetzt ist klar: Die Türkei wird weitere drei Milliarden Euro für die Aufrechterhaltung des Flüchtlingspaktes bekommen. Das Signal der Entspannung kommt zu einem höchst kritischen Zeitpunkt.

Denn während die Welt auf Erdogans Besuch in Bulgarien schaut, hat die Türkei begonnen, ihren Krieg in mehreren Regionen der Welt zu intensivieren.

► Erdogan macht seine langjährigen Expansionsträume wahr – und Europa befähigt ihn dazu.

1. Syrien: Erdogan hat schon neue Ziele

In Syrien nimmt Erdogans expansive Außenpolitik bereits Gestalt an. Die türkische Armee hat an der Seite der Freien Syrischen Armee erfolgreich weite Teile der nordwestsyrischen Region Afrin erobert.

Es gehe um den Kampf gegen den Terrorismus, heißt es aus Ankara.

► Allerdings hat Erdogan bereits angedeutet, auch über das Ende des Krieges hinaus über das Gebiet herrschen zu wollen. Zuletzt kontrollierte die kurdische Miliz YPG große Teile der Grenzregion.

Türkische Soldaten patrouillieren in Afrin.

Nun hängen in Afrin türkische Fahnen: Auf Wohnhäusern, öffentlichen Plätzen und in den wieder eröffneten Schulen.

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