Erdnussdrink: Was kann die neue Milchalternative?

Die neue Milchalternative sorgt für ein nussiges Aroma im Kaffee. (Bild: Getty Images)

Während vegane und nachhaltige Lebensweisen immer populärer werden, werden immer neue Alternativen zur Milch auf den Markt gebracht. Die neueste Erfindung: Ein Erdnussdrink.

Die klassische Sojamilch hat in den vergangenen Jahren einiges an Konkurrenz bekommen: Neben den Bestsellern Reis-, Hafer- und Mandeldrink bieten einzelne Marken mittlerweile auch Kokosmilch sowie verschiedene nussbasierte Milchalternativen wie Haselnuss-, Macadamia- und Cashewdrinks an. Der größte Nachteil dieser Nussprodukte ist jedoch der Preis: Ein Liter Cashewdrink kostet etwa doppelt so viel wie ein Liter Sojadrink der gleichen Marke.

Das US-Unternehmen Elmhurst hat nun mit seinem Erdnussdrink eine neue nussbasierte Milchalternative auf den Markt gebracht. „Die Erdnuss ist eine sehr gute Proteinquelle und etwas günstiger, da sie am Boden wächst und wir viel Wachstumspotential für Erdnüsse in den Vereinigten Staaten haben“, erklärt Elmhurst-Lebensmittelwissenschaftlerin Cheryl Mitchell die Entscheidung dem Lifestyle-Portal „Refinery 29“.

Diese günstigen Wachstumsbedingungen schlagen sich jedoch nicht auf den Endpreis nieder: Eine Packung Erdnussdrink kostet mit 5,99 Dollar (umgerechnet 4,80 Euro) genauso viel wie andere nussbasierte Getränke des Unternehmens – und einen Dollar mehr als eine Packung Mandeldrink.


„Neues Jahr, neue Sorten! Ihr habt vielleicht bemerkt, dass unsere neuen Sorten in einzelnen Geschäften und auf unserer Webseite aufgetaucht sind – darunter auch Milked Peanuts! Mit 31 Erdnüssen und sechs Gramm Eiweiß in jedem Glas ist sie eine der ersten ihrer Art“

Olivia Harrison von „Refinery 29“ unterzog den Erdnussdrink dem Alltags- und Geschmackstest: Sie probierte die Milchalternative im Kaffee, mit Cornflakes und zum Backen. Die Autorin, die sich selbst als Erdnuss-Fan bezeichnet, kommt zu dem Ergebnis: „Die Milchalternative hat einen vollen Geschmack und ist sahnig, aber sie hat so ein starkes Eigenaroma, dass sie sich nicht zu so multifunktionalen Anwendungen wie Mandelmilch anbietet.“

Doch nicht nur der dominante Geschmack des Drinks kann ein Nachteil sein: Zwar sind gerade in den USA Erdnussprodukte wie Erdnussbutter beliebt, da die Nüsse jedoch ein hohes allergisches Potenzial haben, schrecken auch viele Käufer vor den Artikeln zurück.


 

Harrison sieht den Erdnussdrink eher als Möglichkeit, vielseitige Optionen für verschiedene Zwecke zu haben: Mit ihrem stark nussigen Eigenaroma eigne sich die Erdnussmilch etwa gut für Süßspeisen wie Brownies und Milchshakes, während leichte Kokosdrinks ein guter Milch(schaum)ersatz für Kaffee und geschmacksneutralere Drinks wie Mandelmilch zum Kochen geeignet sind.

Doch es ist Vorsicht geboten: Im ungesüßten Zustand haben nussbasierte Drinks aus Haselnüssen, Cashews und Macadamias zwar weniger Kalorien als Sojamilch, vielen Nussdrinks wird jedoch extra Zucker oder Agavendicksaft hinzugefügt, was die Milchalternativen deutlich ungesünder macht. Ob und wann man Erdnussdrinks in deutschen Geschäften finden wird, ist bisher nicht bekannt.

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