Nach Erdbeben: Ärzte ohne Grenzen fliegt Hilfsgüter nach Haiti

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Essensausgabe an Betroffene in Haiti

Nach dem schweren Erdbeben in Haiti mit mehr als 2200 Toten hat Ärzte ohne Grenzen damit begonnen, Hilfsgüter in das bitterarme Land zu fliegen. Die ersten 100 Tonnen Material seien auf dem Weg in die Krisenregion, erklärte die Organisation am Montag in Berlin. Ein Frachtflugzeug sei mit medizinischem Material, Zelten und Ausrüstung für eine Wasser- und Sanitärversorgung für 30.000 Menschen unterwegs. Lastwagen mit Trinkwasser seien vor Ort bereits im Einsatz.

Manche Regionen wie die Stadt Jérémie waren für die Helfer und Helferinnen den Angaben zufolge nur noch per Hubschrauber erreichbar. Schwerverletzte würden nun in die Hauptstadt Port-au-Prince ausgeflogen. Jedoch würden nach wie vor nicht alle betroffenen Gebiete erreicht, da der Zugang schwierig sei. Insgesamt seien etwa tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen vor Ort im Einsatz. Laut haitianischem Zivilschutz sind in der Erdbebenregion etwa 600.000 Menschen dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Das Erdbeben hatte den Südwesten Haitis am 14. August erschüttert, mehr als 130.000 Häuser wurden dabei zerstört. Am Sonntag erhöhte sich die Zahl der Toten dem Zivilschutz zufolge auf mehr als 2200. Mehr als 12.000 Menschen seien verletzt, fast 350 würden noch vermisst. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, ist inzwischen aber äußerst gering.

Haiti wird regelmäßig von schweren Naturkatastrophen heimgesucht. Im Jahr 2010 hatte es in dem Land ein schweres Erdbeben gegeben, bei dem mehr als 200.000 Menschen starben.

aeh/jes

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