„Er spricht Klartext“: Ugandas Präsident lobt Donald Trump

Der 73-jährige Yoweri Museveni outete sich überraschend als Fan von Donald Trump. (Bild: AP Photo)

Nachdem er afrikanische Staaten angeblich als „Dreckslöcher“ bezeichnete, hat es sich der US-Präsident mit vielen Staatsoberhäuptern verscherzt. Nicht jedoch mit Yoweri Museveni, dem Präsidenten Ugandas.

Zwei Wochen nach den angeblichen abfälligen Bemerkungen von US-Präsident Donald Trump über Haiti, El Salvador und Afrika meldet sich nun ein überraschender Unterstützer zu Wort: Ugandas Präsident Yoweri Museveni.

Trump hatte die südamerikanischen und afrikanischen Staaten in einem Meeting angeblich als „Dreckslöcher“ bezeichnet. Er selbst hat anschließend dementiert, diese Äußerung getroffen zu haben. Zwar sei die verwendete Sprache in dem Meeting „hart“ gewesen, aber das Wort „Dreckslöcher“ sei nie gefallen. Museveni scheint das jedoch egal zu sein: Er fühlt sich im Gegensatz zu vielen afrikanischen Amtskollegen gar nicht davon angegriffen.


„Donald Trump spricht den Afrikanern gegenüber Klartext. Die Afrikaner müssen ihre Probleme lösen. Man kann nicht überleben, wenn man schwach ist. Es ist die Schuld der Afrikaner, dass sie schwach sind. Wir sind zwölfmal so groß wie Indien, aber warum sind wir nicht stark?“, schrieb der Präsident in einem Tweet.


Bei einer Rede in Ugandas Hauptstadt Kampala bestärkte er diese Aussage weiter: „Amerika hat einen der besten Präsidenten aller Zeiten, Mister Trump. Ich liebe Mister Trump“, lobte Museveni den 71-Jährigen. „Ich liebe ihn, da er offen zu den Afrikanern spricht. Ich weiß nicht, ob er falsch zitiert wird oder ähnliches, aber wenn er spricht, mag ich ihn, weil er aufrichtig spricht.“


Yoweri Museveni ist seit 1986 Präsident von Uganda. Zuletzt wurde er 2016 im Amt bestätigt. Seine Gegner beschuldigen ihn jedoch des Betrugs und der Wahlmanipulation.

Die meisten anderen afrikanischen Regierungen zeigten sich in den vergangenen Tagen deutlich aufgebracht: Die Afrikanische Union verurteilte Trumps angebliche Äußerung scharf und forderte eine Entschuldigung. Südafrika und Botswana bestellten ihre jeweiligen US-Botschafter ein. Ghanas Präsident Nana Akufo-Addo kommentierte auf Twitter: „Wir sind sicherlich kein ‚Drecksloch’. Wir werden solche Beleidigungen nicht akzeptieren, auch nicht vom Führer eines befreundeten Landes, egal, wie mächtig.“