EQT Ventures legt Milliardenfonds für junge Startups auf

Das Berliner Team von EQT Ventures besteht nur aus Frauen: Maria König, Katharina Aumüller, Chloe Paramatti, Olivia Hupfeld und Jenny Dreier (hinten v.l.n.r.) sowie Doreen Huber und Mia Wähälä (vorne v.l.n.r.). - Copyright: EQT Ventures
Das Berliner Team von EQT Ventures besteht nur aus Frauen: Maria König, Katharina Aumüller, Chloe Paramatti, Olivia Hupfeld und Jenny Dreier (hinten v.l.n.r.) sowie Doreen Huber und Mia Wähälä (vorne v.l.n.r.). - Copyright: EQT Ventures

Nicht einmal zwei Monate ist es her, als die schwedische Private-Equity-Gesellschaft EQT einen neuen Fonds über zwei Milliarden Euro verkündet hat. Ziel dieses Topfes sind spätphasige Startups. Nun hat EQT einen neuen Fonds geschlossen: Insgesamt 1,1 Milliarden Euro will der Risikokapitalgeber mit seinem dritten Ventures-Fonds künftig in Seed-Startups stecken. Zwischen einer und 50 Millionen Euro gibt der VC eigenen Aussagen zufolge pro Runde aus, im Schnitt aber fünf bis 15 Millionen Euro.

Laut des Finanzberichts von 2021 sollte EQT Ventures III lediglich 900 Millionen Euro groß werden – zumindest hat die Private-Equity-Firma diesen Betrag als Zielgröße festgelegt. Nun kommen eine Milliarde Euro von Investoren und weitere 100 Millionen Euro aus dem unternehmenseigenen Kosmos, also von Partnern und Angestellten, wie die neue Partnerin und ehemalige Gründerin Doreen Huber im Gespräch mit Gründerszene erklärt. "Wir sind begeistert über die hohe Nachfrage seitens der LPs."

Durchschnittliche Fondsrendite bei 2,6x

Welche deutschen Geldgeber sich an dem Fonds beteiligt haben, darüber wurde Stillschweigen vereinbart. Rund ein Viertel der Limited Partners kämen aus Amerika, weitere 23 Prozent aus den nordeuropäischen Ländern. Die andere Hälfte sei auf den Rest der Welt aufgeteilt. Es befänden sowohl alte als auch neue Investoren darunter. "Das heißt, wir konnten auch wählerisch bei den LPs sein", sagt Huber.

Den ersten Fonds dieser Reihe hat EQT 2016 mit einer Summe von 566 Millionen Euro geschlossen. Der zweite folgte Ende 2019 mit insgesamt 660 Millionen Euro. Beide Fonds seien ausinvestiert, hätten aber noch Reserve für Folge-Investments innerhalb der Portfolios, so Huber. Wie hoch die aktuelle Rendite auf das investierte Kapital ist, veröffentlichen die Schweden nicht. Laut Finanzbericht 2021 liegt der durchschnittliche Multiple über alle hauseigenen Private-Equity-Fonds hinweg bei 2,6x.