EQT-Griff nach Schufa kommt mit 10%-Übernahme weiter: Kreise

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(Bloomberg) -- Die EQT AB kommt mit ihrem Plan, die Kreditauskunft Schufa Holding AG zu übernehmen, offenbar voran. Der schwedische Buyout-Spezialist hat sich einen etwa 10% großen Anteil von der französischen Societe Generale SA gesichert, berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

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Die erste Transaktion bewerte die Schufa demnach mit 2 Milliarden Euro, sagen die Personen. EQT sei nun in Gesprächen mit Deutsche Bank AG, Commerzbank AG, Sparkassen und anderen Schufa-Gesellschaftern, um weitere Anteile dazuzukaufen. Mit den Anteilen von Deutsche Bank und Commerzbank etwa gehörten der EQT etwa 40%, hieß es.

Die Beratungen dauern noch an und die Schufa-Aktionäre könnten immer noch beschließen, ein Vorkaufsrecht bei der Veräußerung von Anteilen auszuüben, sagte eine der Personen.

Die in Wiesbaden ansässige Kreditauskunft wurde 1927 in Berlin gegründet, damals schon mit dem Ziel, Bonitätauskünfte zu ermöglichen und den Handel zu stärken. Aktuell gehört die Schufa den deutschen Geschäftsbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken sowie einigen Einzelhandelsunternehmen. Seit 2004 bietet die Schufa auch Bonitätsinformationen zu Unternehmen an.

EQT hatte die Gespräche schon vor längerem durch eine Interessensbekundung angestoßen, hatte Bloomberg im März berichtet. Gespräche wurden auch mit weiteren Private-Equity-Firmen, etwa Hellman & Friedman geführt. In der Zwischenzeit hat die EQT auch Kontakt zu Politikern und Verbraucherverbänden gesucht um über das Management von intimen Daten von zig Millionen Deutschen zu sprechen, sagten die Personen.

Vertreter von Commerzbank, Deutsche Bank, EQT und Schufa lehnten eine Stellungnahme ab. Ein Sprecher der Societe Generale war nicht sofort für eine Stellungnahme zu erreichen.

Überschrift des Artikels im Original:EQT Said To Target Deal For Control of German Credit Score Firm

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