Eon und Clever starten Aufbau eines Europa-Netzes von Schnellladesäulen

Mit leistungsstarken Ladesäulen an Europas Autobahnen wollen Eon und Clever die Elektromobilität nach vorne bringen

Der Energiekonzern Eon und der dänische Ladenetz-Betreiber Clever haben mit dem Bau eines Ladenetzes für Elektroautos von Norwegen bis Italien begonnen. Die ersten Standorte in Deutschland und Dänemark seien bereits im Bau, teilten die Unternehmen am Freitag mit. Die Europäische Kommission unterstütze den Bau der ersten 180 Ladepunkte in sieben Ländern mit zehn Millionen Euro.

Die Unternehmen wollten es "den Nutzern von Elektrofahrzeugen ermöglichen, komfortabel durch Europa zu reisen", erklärten Eon und Clever. Anfang 2017 hatten sie die Partnerschaft für den Bau eines europäischen Netzes mit mehr als 400 Standorten bekanntgegeben. Das Konzept sei nun vom "Connecting Europe Facility"-Programm der Europäischen Kommission ausgezeichnet worden. Der Großteil der Standorte soll in Deutschland, die anderen in Frankreich, Norwegen, Schweden, Großbritannien, Italien und Dänemark entstehen

Anfang November hatte bereits ein Zusammenschluss der Autobauer BMW, Daimler, Ford und der Volkswagen-Gruppe angekündigt, noch in diesem Jahr mit dem Bau von 20 Stromtankstellen an Europas Autobahnen beginnen zu wollen. Bis 2020 wollen die Autohersteller in Zusammenarbeit mit Tankstellenbetreibern 400 Schnellladestationen installieren.

Neben dem Ausbau der Ladesäulen müssen sich die an diesen Projekten beteiligten Unternehmen nach Einschätzung von Experten allerdings auch bemühen, einen einheitlichen Standard für die Lade- und Bezahlsysteme zu finden. Bislang herrscht europaweit eine bunte Vielfalt an Steckern und Zahlungsmöglichkeiten, die sich teils gegenseitig ausschließen.