Enttäuschung des Jahres: Frauenfußball-Nationalmannschaft

SID
Enttäuschung des Jahres: Frauenfußball-Nationalmannschaft

Gleich bei ihrem Amtsantritt hatte Steffi Jones im August 2016 das große Ziel verkündet: Der neunte EM-Titel! Als Rekord- und Dauersieger (seit 1995) reiste die Frauenfußball-Nationalmannschaft unter der Leitung der neuen Bundestrainerin zuversichtlich in die Niederlande.
Während einer rumpeligen Vorrunde wuchsen aber die Zweifel an einer erneut erfolgreichen Titelverteidigung - ohne einen Treffer aus dem Spiel heraus schaffte der Olympiasieger zwar den Gruppensieg, doch die Auftritte waren alles andere als überzeugend.
Das Viertelfinale gegen Dänemark fiel erst buchstäblich ins Wasser, dann ging der haushohe Favorit baden. Weil in Rotterdam sintflutartige Regenfälle zur Unbespielbarkeit des Platzes führten, musste das Spiel auf den nächsten Mittag verlegt werden. Völlig von der Rolle verlor die DFB-Auswahl trotz 1:0-Führung mit 1:2 und verpasste erstmals seit 30 Jahren sensationell das EM-Halbfinale.
Ein tränenreiches Debakel historischen Ausmaßes - doch Jones durfte trotzdem weitermachen. Den Vertrag der Ex-Nationalspielerin verlängerte der DFB sogar vorzeitig bis zur WM 2019 mit Option auf Olympia 2020.