Der verrückteste Mythos der NBA

Der verrückteste Mythos der NBA
Der verrückteste Mythos der NBA

In wichtigen Momenten können sich Sportlerinnen und Sportler unsterblich machen.

Dafür gibt es zahlreiche Beispiele in der Sport-Geschichte. Tom Brady, Michael Jordan, LeBron James - sie alle haben ganz besondere Momente, die einem sofort in Erinnerung kommen.

Auch wenn er nicht zur gleichen Liga wie die drei zählt, hatte auch Klay Thompson von den Golden State Warriors bereits diese Momente - und sich sogar den Spitznamen „Game 6 Klay“ erarbeitet.

Da passt es perfekt, dass er sich mit seinem Team nun ausgerechnet in jenem sechsten Spiel in der NBA-Finalserie gegen die Boston Celtics erneut zum Champion küren kann. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)

Thompson schockt Durant und Westbrook

Der Anfang von „Game 6 Klay“ stellte die sechste Partie einer Playoff-Serie 2016 dar.

Im Western Conference Finale gegen die Oklahoma City Thunder lagen die Warriors bereits mit 2:3 in der Serie zurück und standen in Oklahoma vor dem Aus.

Sechs Minuten vor Schluss lagen sie mit sieben Punkten zurück und der Traum von der Titelverteidigung drohte trotz des Rekords von 73 Siegen in der regulären Saison zu platzen.

Dann legte aber Thompson nochmal eine Schippe drauf und sorgte für den Turnaround. Insgesamt 19 seiner insgesamt 41 Punkte erzielte er im letzten Viertel. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)

Doch das ist noch längst nicht alles: Mit 11 Dreier stellte er einen neuen Playoff-Rekord auf, einer spektakulärer als der andere.

Warriors-Star erhält sogar Lob von OKC-Profis

Den meisten NBA-Fans fällt dabei sofort sein Wurf weit hinter der Dreier-Linie ein. Auf Höhe des OKC-Logos bekam er von Draymond Green den Ball und sprang ab, obwohl seine Beine nicht gerade in Richtung Korb zeigten.

Auch die Deckung des besten OKC-Verteidigers André Roberson interessierte ihn nicht. Thompsons Dreh-Bewegung wurde von seinem ehemaligen Berater Bill Duffy danach als „Korkenzieher“ bezeichnet.

„Das war verrückt“, lobte der damalige OKC-Center Steven Adams den Schützen nach dem Spiel: „André Roberson hat ihn gefoult und er hat aus allem Profit geschlagen und konnte nicht verfehlen. Das war unglaublich.“

So richtig zufrieden war der eine Teil der Splash Brothers - Steph Curry komplettiert das kongeniale Duo - trotzdem nicht. Im Anschluss an seine starke Performance monierte er, dass er aus den 18 Versuchen „mindestens 13 Dreier“ hätte versenken müssen.

Der Rest ist Geschichte: Die Warriors zogen ins Finale ein und trafen dort auf LeBron James und die Cleveland Cavaliers. Trotz einer 3:1-Führung und 25 Punkten von Thompson in Spiel sechs verpassten die Dubs den zweiten Titel in Serie.

Thompson zerlegt Houston Rockets mehrmals

„Game 6 Klay“ stoppte dies nicht. Schmerzhafte Erfahrungen mit ihm mussten vor allem die Houston Rockets machen.

Im Finale der Western Conference 2018 lagen die Warriors bereits mit 2:3 zurück, ehe Thompson in Spiel 6 Feuer fing und der Serie die entscheidende Wendung gab.

Er legte 35 Zähler auf, traf neun von 14 Würfen von jenseits der Dreier-Line und war somit maßgeblich am 115:86-Kantersieg beteiligt.

Auch ein Jahr später wussten James Harden und Co. kein Mittel gegen einen der besten Distanzschützen der NBA-Geschichte.

Diesmal trafen sich die Teams bereits eine Runde zuvor und Thompson trug mit seinen 29 Punkten (7/13 Dreier) in der sechsten Partie der Serie zum entscheidenden Sieg bei.

Erfolgreiche Freiwürfe trotz Kreuzbandriss

Im Finale wurde dann Spiel sechs aber zum Anfang seiner großen Leidenszeit. Thompson sammelte 30 Zähler, riss sich jedoch bei seinem letzten Treffer aus dem Feld das Kreuzband.

Nach einer kurzen Zeit in der Umkleidekabine kam er sogar noch einmal zurück und traf beide Freiwürfe - es sollten seine letzten Punkte für die nächsten 941 Tage sein.

Im Januar dieses Jahres feierte Thompson schließlich sein emotionales Comeback und legte sofort 17 Punkte auf.

Thompson-Gala gegen die Memphis Grizzlies

In den Playoffs gab es in der ersten Runde gegen die Memphis Grizzlies prompt ein Spiel sechs - und Thompson ließ dabei mal wieder seine ganze Klasse aufblitzen.

Rund drei Minuten vor Spielende knackte er mit seinem achten Dreier die 30-Punkte-Marke. „Nun ja, 30 hören sich besser an als 27″, scherzte er nach der Partie.

Er fügte hinzu: „Dazu kommt, dass sich in den letzten Jahren viel Energie bei mir aufgestaut hat - und als ich dann in dieser Situation war und das Spiel entschieden habe, kam einfach alles raus.“

NBA Finals: Überragende Statistiken in Spiel 6

Genau diese Energie benötigt sein Team von ihm nun auch in Spiel 6 gegen die Celtics. Seine Statistiken lassen jedenfalls alle Warriors-Fans vom Titel träumen.

Zwölf Mal stand er in Game 6 und sammelte durchschnittlich 20,7 Punkte pro Spiel. Seine Quote sticht dabei besonders hervor - so trifft er fast jeden zweiten Wurf jenseits der Dreierleine.

Zudem erzielten die Warriors mit Thompson auf dem Feld unfassbare 62 Punkte mehr und verloren lediglich drei Partien.

Beste Voraussetzungen also, um mit einem weiteren legendären Spiel 6 Geschichte zu schreiben und den Titel der Warriors perfekt zu machen.

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