Enthüllungsbuch entzweit Donald Trump und Steve Bannon

Der Streit um das neue Buch über Donald Trump und seine Präsidentschaft ist auch zu einem zwischen Trump und Steve Bannon geworden, seinem einstigen Berater und Chefstrategen.

Das Buch zitiert Bannon mit Aussagen, die dem Präsidenten missfallen. Trumps Anwalt drohte ihm rechtliche Schritte an und verlangte eine Unterlassungserklärung.

Bannons neueste Aussagen sind jedoch wieder des Lobes voll. Trump sei ein großer Mann, sagte er auf Breitbart, seiner eigenen Nachrichtenwebseite. Er unterstütze ihn immer und überall, darum müsse sich keiner Sorgen machen.

Der Präsident war damit allerdings nicht zu besänftigen. Da habe Bannon wohl ziemlich schnell wieder seine Meinung geändert, sagte er daraufhin. Er selber rede gar nicht mit ihm. Zuvor hatte Trump schon gesagt, Bannon habe seinen Verstand verloren.

Die Anwälte des Präsidenten schlossen Verleumdungsklagen nicht aus. Rechtsexperten halten es aber für unwahrscheinlich, dass sie damit Erfolg haben könnten – geschweige denn mit einem Versuch, das Erscheinen des Buchs gleich ganz zu verhindern, dessen Verkaufsstart nun sowieso schon auf heute vorgezogen wurde.