Entdecken: Berlin zu entdecken ist ein Kinderspiel

Simone Pierini liebt die Spielplätze in der Stadt. Nun hat der Kameramann aus Italien einen Reiseführer darüber veröffentlicht.

Wenn es um Berlins Spielplätze geht, wird Simone Pierini poetisch. Nichts hätten sie zu tun mit der "Schaukel-Rutschen-Misere" der Spiel-Parkplätze für Kinder, die wir aus Italien kennen. Nein, es sind Kunstwerke, Unikate, entstanden aus der Fusion von Material und Funktion. "Ihre atemberaubende Ästhetik bereichert die ganze Stadt." Auf Italienisch klingt das natürlich viel besser. Doch schöner Klang ist nicht der Grund, warum der Kameramann aus Bologna, der mit seiner Familie drei Jahre in Berlin lebte und eigentlich Dokumentarfilme dreht, nun eine Art Reiseführer für Berliner Spielplätze veröffentlicht hat.

Um Pierinis Begeisterung für diese Orte zu verstehen, muss man über den Brenner schauen. Italien? Bambini-freundlich, da sind sich doch alle einig. Die Kinder werden im Urlaub von jedem angelächelt, nie beschwert sich jemand über Krach und abends können sie über die Piazza heizen, bis sie um Mitternacht erschöpft auf dem Schoss ihrer weinseligen Eltern einschlafen. Spielplätze hingegen? Sind rar. Die meisten ähneln einem Trimm-dich-Parkour mit ihren immer gleichen, fantasielosen Kombinationen aus Schaukel, Rutsche und Klimmzugstange.

Italienische Eltern "sind kontrollsüchtig"

Sand? Fehlanzeige. Auf Tartan sind sie meist gebaut, damit kann man zwar nicht spielen, aber es soll besser vor Verletzungen schützen. Was gar nicht nötig wäre, denn Gelegenheit zum Herunterfallen haben die wenigsten italienischen Kinder. "Attento, attento, attento!", der Soundtrack italienischer Spiel...

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