England stimmt ab: Transferfenster soll verkürzt werden

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin ist für eine kürzere Transferperiode

Die Premier League steht kurz vor einer Transfer-Revolution: Am Donnerstag stimmen die 20 Vereine darüber ab, ob die Transferperiode verkürzt werden soll. Demnach soll der Deadline Day in Zukunft vor dem Saisonauftakt liegen.

Eine Umsetzung dieser Regeländerung gilt als wahrscheinlich. Dafür müssen mindestens 14 Klubs zustimmen, laut West Hams Vize-Präsidentin Karren Brady würden sich derzeit 17 Vereine für eine Verkürzung aussprechen.

Nach Angaben der Times würde die Verkürzung zunächst auf Probe umgesetzt werden. Sollten dadurch elementare Nachteile für Premier-League-Vereine enstehen, könne man dann immer noch zur alten Regelung zurückkehren.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin würde die Entscheidung begrüßen. "Meiner Meinung nach ist es nicht gut, wenn Fußballer zum Saisonstart für einen Klub spielen und für einen anderen, wenn das Fenster schließt", schrieb der Slowene in einer Mail an die Times und ergänzte: "Es gibt für eine lange Zeit Ungewissheiten. Daher würde ich sagen, dass die Periode zu lang ist und ich würde eine Verkürzung unterstützen."

In der Bundesliga mehrten sich in diesem Sommer ebenfalls die Stimmen nach einer kürzeren Transferperiode.

"Wenn Meisterschaften begonnen haben, dürfen keine Transfers mehr stattfinden", sagte Gladbachs Manager Max Eberl beim Fußball-Gipfel der Rheinischen Post. "Es ist Betrug am Fan, wenn er eine Dauerkarte kauft und plötzlich sind die besten Spieler weg."

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sieht das genauso: "Aus meiner Sicht wäre es für alle Beteiligten elementar von Vorteil, wenn wir die Transferfenster etwas verkürzen", forderte er.