Energieagentur: Für Klimaziele bis 2030 massive Veränderungen nötig

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BERLIN (dpa-AFX) - Auf dem Weg zu einer Klimaneutralität bis 2050 sind aus Sicht der Internationalen Energieagentur in den kommenden zehn Jahren weitreichende Veränderungen notwendig. IEA-Direktor Fatih Birol sprach am Montag bei einer Videokonferenz von beispiellosen Bemühungen. Die Corona-Krise könne ein "Katalysator" für den klimafreundlicheren Umbau des Energiesystems sein. Weltweit sinke in diesem Jahr der Verbrauch von Öl und Kohle. Birol forderte zugleich Unternehmen auf, trotz der Krise weiter in den Umbau zu investieren.

Die Hauptgeschäftsführerin des Energieverbandes BDEW, Kerstin Andreae, sagte, ein entscheidender Hebel dafür, dass die Energiewende funktioniere, sei der Ausbau der Netze. Andreae verwies auf eine Studie des BDEW aus dem Sommer, wonach für die Energiewende bis 2030 insgesamt Investitionen von 320 Milliarden Euro notwendig seien. Dies könnte einen enormen Beitrag für das Wirtschaftswachstum leisten.

Die Internationale Energieagentur hatte ihren "World Energy Outlook" bereits vor drei Wochen vorgelegt, es folgen in den Wochen danach jeweils Erläuterungen in einzelnen Ländern.