Energie-Agentur: Klein-Klein bei Klimaschutzpolitik muss aufhören

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BERLIN (dpa-AFX) - Auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045 sind aus Sicht der Deutschen Energie-Agentur (Dena) gewaltige Anstrengungen und ein Gesamtkonzept der Politik nötig. "Weiter so ist keine Option", sagte Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung, am Donnerstag in Berlin. Die Dena legte eine "Leitstudie Aufbruch Klimaneutralität" vor. Klimaneutralität bis 2045 ist das Ziel der Bundesregierung.

Energiewende und Klimapolitik müssten besser organisiert werden, so Kuhlmann. Das "historische Klein-Klein" der vergangenen Jahre müsse überwunden werden. Gelinge ein Aufbruch, könnten die gesetzlich verankerten Ziele für 2030 erreicht werden, wie auch Klimaneutralität im Jahr 2045.

Die Leitstudie zeigt auf, wie Klimaziele in Deutschland erreicht werden können. So müssten die Energieeffizienz und der Ausbau des Ökostroms deutlich erhöht werden. Außerdem geht es zum Beispiel um einen Umstieg vom Auto auf Bahn und Bus und mehr Anstrengungen im Gebäudebereich.

Ein früherer Kohleausstieg sei möglich und auch wahrscheinlich, heißt es in der Studie. Bisher soll Deutschland bis spätestens 2038 aus der klimafeindlichen Kohleverstromung aussteigen. Kuhlmann sagte: "Wir brauchen es aus klimapolitischen Gründen, dass der Ausstieg aus der Kohleverstromung sich definitiv beschleunigen wird und dass wir den bis 2030 sehen können. Aber wir müssen viel dafür tun." Der Strukturwandel müsse entsprechend beschleunigt werden. Die Grünen etwa wollen einen Kohleausstieg bis 2030.

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