Enea Bastianini: Erster Italiener seit Iannone ohne VR46 in der MotoGP

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 2 Min.

Mit Francesco Bagnaia, Luca Marini, Enea Bastianini, Danilo Petrucci, Franco Morbidelli und Valentino Rossi werden in der MotoGP-Saison 2021 sechs Italiener an den Start gehen. Mit Lorenzo Savadori gibt es bei Aprilia noch einen weiteren Italiener, aber es ist noch nicht entschieden, ob er oder Bradley Smith die Rennen bestreiten wird.

Moto2-Weltmeister Bastianini ist seit Andrea Iannone der erste Italiener, der es ohne der Unterstützung der VR46-Akademie durch die kleinen Klassen bis in die MotoGP geschafft hat. Obwohl "Bestia" in Rimini unweit von Tavullia aufgewachsen ist, war er nie Teil von Rossis Nachwuchsprogramm.

Über den Red Bull Rookies-Cup kam Bastianini 2014 in die Moto3-Klasse. In seiner zweiten Saison war er WM-Dritter und 2016 Vizeweltmeister. Insgesamt hat er in den beiden kleinen Klassen sechs Grand-Prix-Siege gefeiert.

Enea Bastianini, Italtrans Racing Team

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Enea Bastianini, Italtrans Racing TeamGold and Goose / Motorsport Images

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"In der Moto3 war ich sehr jung", blickt Bastianini zurück. "Es war keine richtige Arbeit, ich habe es nur genossen. In der Moto2 hat sich die Situation deutlich verändert, weil das Motorrad schwerer ist. Man muss körperlich beim Richtungswechsel und in der Bremsphase viel mehr arbeiten."

"Ich habe verstanden, dass ich viel arbeiten muss. Im vergangenen Winter habe ich hart gearbeitet. Auch die Arbeit im Team hat sich verändert, weil das sehr wichtig ist. Jetzt muss ich einen weiteren Schritt machen, denn in der MotoGP kann man am Motorrad viel ändern."

"Das trifft vor allem auf die Elektronik zu, die in der Moto2 relativ einfach ist. In der MotoGP muss man jede Kurve einstellen. Ich hoffe, dass ich es genießen werde, weiß aber auch, dass ich viel arbeiten muss." Er wird im Esponsorama-Team eine Ducati fahren.

Mit 22 Jahren ist Bastianini Moto2-Weltmeister geworden. Seine Erfolge haben ihm den MotoGP-Vertrag mit Ducati gebracht. "Dieses Jahr war für mich sehr wichtig, weil ich in jedem Rennen schnell war", sagt er deshalb. "Ich muss im nächsten Jahr viel lernen. Wir werden im nächsten Jahr sehen, was ich in der MotoGP machen kann."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.