Endeavour Silver: Riesige Enttäuschung

DER AKTIONÄR
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Endeavour Silver: Riesige Enttäuschung

Für Endeavour Silver war das zweite Quartal ein Disaster. Die Probleme auf der Guanacevi Mine wollten nicht aufhören und so musste die Prognose auf dieser Mine um 25 Prozent gesenkt werden. Das Problem: Die Mine stand teilweise unter Wasser, da die Pumpen ausgefallen sind. Der Konzern rechnet nun mit einer Silberproduktion von 2,0 bis 2,1 Millionen Unzen und etwa 4.500 Unzen Gold auf dieser Mine.

Das Ganze schlägt sich auch bei den Kosten nieder. Pro Unze Silber fielen im zweiten Quartal Gesamtkosten von 20,46 Dollar an. Bei einem Silberpreis von durchschnittlich 17,16 Dollar, bedeutet das einen Verlust von über drei Dollar pro Unze. Bereits im ersten Quartal lagen die Gesamtkosten über dem Silberpreis und stiegen weiter an. Zur Folge minderte sich der Cashbestand im ersten Halbjahr um fast 30 Prozent von 72,3 Millionen auf 52,2 Millionen Dollar.

Lichtblick für die Zukunft könnte das Terronera Projekt in Mexiko sein. Über das geplante Minenleben von sieben Jahren sollen hier 22,6 Millionen Unzen Silber und 185.000 Unzen Gold produziert werden. In den ersten beiden Jahren werden 1.000 Tonnen pro Tag abgebaut. Ab dem 3. Jahr soll diese Zahl auf 2.000 Tonnen verdoppelt werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die Mine nach 4,3 Jahren die Kosten wieder eingespielt hat.

Der Chart von Endeavour Silver sieht nach Veröffentlichung der Quartalszahlen alles andere als gut aus. Der Kurs rutschte innerhalb dieser Woche über 20 Prozent in den Keller. Ein Kauf drängt sich aktuell nicht auf. Der Chart ist deutlich angeschlagen. Allerdings war das zweite Quartal ein Katastrophenquartal, die Erwartungen an das Unternehmen sind im Keller. Investierte Anleger sollten auf diesem Niveau nach Ansicht von DER AKTIONÄR nicht mehr verkaufen.