Zum Ende des Fahrverbots: Renault lässt saudische Frau ans Formel-1-Steuer

Zum Ende des Fahrverbots: Renault lässt saudische Frau ans Formel-1-Steuer

Das Ende des jahrzehntelangen Fahrverbots für Frauen in Saudi-Arabien ist auch in der Formel 1 gefeiert worden. Im Vorfeld des Rennens zum Großen Preis von Frankreich in Le Castellet saß am Sonntagmorgen Aseel Al-Hamad während eines Show-Events am Steuer des Lotus-Renaults, mit dem der heutige Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen 2012 den Großen Preis von Abu Dhabi gewonnen hatte.
Al-Hamad ist das erste weibliche Mitglied des Motorsportverbandes ihres Landes sowie Teil der Frauenkommission des Automobil-Dachverbandes FIA. "Ich liebe den Motorsport seit meiner Kindheit. Ein Formel-1-Auto zu fahren, ist mehr als ich mir je erträumt habe", sagte sie: "Es ist eine Ehre, vor den Zuschauern beim Heimrennen des Teams in Frankreich zu fahren."
Das streng islamisch konservative Saudi-Arabien war das einzige Land der Welt, in dem Frauen nicht selbst fahren durften. Weltweit stieß dies seit langem auf Kritik und Unverständnis. Die Aufhebung des Verbots wurde im September 2017 verkündet. Sie ist Teil der Reformen, mit denen Kronprinz Mohammed bin Salman den Ölstaat liberalisieren und modernisieren will.