Empörung nach Video von offenbar vergifteten Streunern im Libanon

Streunende Hunde im Libanon

Ein Video, das offenbar zeigt, wie streunende Hunde von städtischen Angestellten vergiftet werden, sorgt im Libanon für Empörung. Das im Internet kursierende Video zeigt Hunde neben einem Fressnapf, die zuckend und mit Schaum vor dem Maul am Boden liegen, bevor ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung des Beiruter Vororts Ghobeiri ihre Kadaver auf die Ladefläche eines Lieferwagens wirft.

Die Tierrechtsorganisation Animals Lebanon zeigte sich schockiert über die "komplette Missachtung von Leben". Sie forderte den libanesischen Innenminister Nohad Machnouk auf, den Vorfall zu verurteilen und alle kommunalen Verwaltungen darauf hinzuweisen, dass ein derartiges Vorgehen illegal und nicht akzeptabel sei.

Die Verwaltung von Ghobeiri erklärte, mehrere Mitarbeiter seien wegen des Videos vom Dienst suspendiert und ein Disziplinarverfahren sei eingeleitet worden. Es handele sich jedoch um einen Einzelfall, das Vorgehen sei von einzelnen Mitarbeitern der Gesundheitsverwaltung angeordnet worden.

Auch Präsident Michel Aoun schaltete sich in die Debatte ein: Auf Facebook veröffentlichte er ein Foto von sich mit seinem Hund und erinnerte daran, dass laut einem im August in Kraft getretenen Gesetz Tierquälerei mit hohen Geldstrafen belegt ist.