Empörung über Schadstofftests an Affen und Menschen

Die Schadstofftests deutscher Autohersteller an Affen und Menschen sorgen auch in der Politik für Empörung. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel verurteilte die Untersuchungen und forderte Aufklärung. Ihr Sprecher Steffen Seibert sagte, die Empörung der Menschen sei verständlich.

Auch der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil kritisierten die Tests, VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh verlangte personelle Konsequenzen.

Hinter den Tests steht das Forschungsinstitut EUGT, das von VW, Daimler, BMW und Bosch gegründet wurde. Federführend war VW.

Mit den Tests an den Affen, die 2014 in den USA durchgeführt wurden, sollte die Unbedenklichkeit von VW-Dieseln bewiesen werden.

Die Tests an Menschen wiederum fanden bereits 2013 an der Uniklinik Aachen statt. Auch sie wurden von der EUGT finanziert.

Laut der Klinik ging es bei dem Test allerdings nicht um die Dieselbelastung von Menschen, sondern um Stickstoffdioxidwerte am Arbeitsplatz.

Einen Zusammenhang zur später aufgedeckten Dieselaffäre gebe es nicht, versichern sowohl die Klinik als auch Volkswagen.