Emotionaler Facebook-Post: „Eine Mutter zu sein, ist hart!“

Karens Kinder bekommen auch mal das billige Wassereis. (Screenshot: Facebook/The 21st Century SAHM)

US-Bloggerin Karen findet: Das Leben mit Kindern ist aufregend und anstrengend – auch ohne von anderen für seine Entscheidungen verurteilt zu werden. In einem emotionalem Posting wendete sich die Mutter via Facebook an andere Frauen – und fordert: „Hört auf, zu urteilen!“

Das Haus ist blitzblank, die Kinder ernähren sich ausschließlich von Bio-Produkten und natürlich haben die Mütter trotz aller häuslichen Pflichten Zeit, ihren sowieso schon perfekten Body in Form zu bringen. Genau dieses Bild wird Frauen in den sozialen Medien oft vermittelt. Und darauf hat die Bloggerin Karen alias „The 21st Century SAHM“ (SAHM = Stay At Home Mom) keine Lust mehr.

Karen ist Hausfrau und Mutter und hat so gar kein Problem damit, ihren chaotischen Alltag mit anderen zu teilen. Sie ist nicht perfekt und will es auch gar nicht sein. Doch eines nervt die attraktive Brünette tierisch. Der ewige Konkurrenzkampf unter Frauen. Deshalb hat sich Karen nun mit einem emotionalen Facebook-Posting zu Wort gemeldet.

„Freundinnen, ich muss da mal etwas loswerden“, startet die Bloggerin ihren Aufruf. „Mein Haus ist nie sauber. Und ich meine niemals. Ich habe Freunde (mit Kindern) deren Häuser makellos rein sind. Sind diese Frauen bessere Mütter als ich? Nö. Bin ich eine bessere Mutter als sie? Nö.“

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Was dann folgt, ist eine Gegenüberstellung von Dingen, die von anderen oft verurteilt werden. „Ich habe eine Freundin, die in ihrem Wohnzimmer entbunden hat. Ich habe meins in einem Krankenhausbett rausgepresst, nachdem mir die Epidural-Fee ein Geschenk gemacht hat. Wir beide sind gute Mütter“, schreibt Karen.

Trotz der Anstrengungen als Mutter, versucht die Bloggerin immer positiv zu bleiben. (Screenshot: Facebook/The 21st Century SAHM)

Auch den Fragen, ob es für die Mütter-Qualitäten wichtig sei, ob man jeden Tag trainiere, ein stiller oder lauter Mensch sei oder sich von Zeit zu Zeit ein Gläschen Alkohol gönnt, widmet sich die Bloggerin. Die Antwort ist immer dieselbe: All das und noch vieles mehr sagt nichts darüber aus, ob eine Frau eine gute oder schlechte Mutter ist.

„Ich habe Freunde, die total ökologisch, ohne Chemikalien und Farbstoffe leben. Meine Kinder essen manchmal Wassereis zum Frühstück. Die billigen, die 50 Cent statt zwei Dollar kosten. Ist einer von uns besser als der andere? Nein.“

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Karen fordert deshalb: „Können wir alle mal für eine Sekunde von unserem hohen Ross steigen und aufhören, zu urteilen? Und einander einfach unterstützen? Und einfach sagen: ,Hey, eine Mutter zu sein, ist hart. Du machst einen tollen Job. Ein Kind aufzuziehen, kann einem Menschen den Wind aus den Segeln nehmen. Du schaffst das!’“

Und Karens Ehrlichkeit kommt an! Fast 430.000 Facebook-User haben den Post bereits geteilt. Tendenz: steigend. Denn mit diesen offenen Worten spricht die US-Amerikanerin vielen Menschen aus der Seele.

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