Emotionaler Auftritt von Laura Müller bei "Let's Dance": "Ich war am Boden und habe viel geweint"

Andreas Schoettl
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Emotionaler Auftritt von Laura Müller bei "Let's Dance": "Ich war am Boden und habe viel geweint"

Die viele Kritik, die auf Laura Müller als junge Freundin des Schlagersängers Michael Wendler, als "Playboy"-Model und schillernde TV-Figur in jüngster Zeit einprasselte, hat der 19-Jährigen schwer zugesetzt. In der zweiten Live-Show von "Let's Dance" sprach und tanzte sie sich den Kummer von der Seele.

Das gleich vorab: Nein, es ist noch immer nicht passiert. Michael Wendler hat seiner jungen Freundin Laura Müller noch immer keinen Antrag gemacht. In der vergangenen Woche war bereits darüber spekuliert worden, ob der Schlagersänger diesen Schritt direkt bei "Let's Dance" wagen wird. Wendlers Frage aller Fragen aber blieb aus. Egal. Immerhin trug er sein 28 Jahre jüngeres Schatzi auf Händen. Ein Anfang ...

Laura Müller beherrscht zudem nun auch schon den Wiener Walzer. Allerdings hatte das Musikstück, das sie für ihren Tanz in der zweiten Ausgabe von "Let's Dance" auswählte einen besonderen Titel: "You Don't Own Me".

Übersetzt bedeutet das: Du besitzt mich nicht. Als vermeintliche Spitze gegen ihren Lebensgefährten war die Songauswahl aber nicht zu verstehen. Vielmehr deutete die junge Frau in einem Einspielerfilm, in dem sie auch böse gegen sie gerichtete Hashtags wie "zu jung", "zu peinlich" oder "zu naiv" präsentierte, an, wie sehr sie doch unter den Anfeindungen in den Sozialen Netzwerken gelitten hätte. Die Kritik, als ihre Beziehung mit dem 28 Jahre älteren Schlager-Wendler bekannt wurde, hätte sie verletzt, so Müller. "Dir kommt immer wieder Hass entgegen und du weißt gar nicht warum", schilderte sie ihre Situation und offenbarte: "Das war für mich oft sehr schwer. Es gab Zeiten, da war ich am Boden und habe viel geweint."

Llambi diesmal zahm

Wie emotional aufgeladen die Situation für die 19-Jährige war, merkte man, als sie nach dem letzten Ton des Liedes ihrem Tanzpartner Christian Polanc mit feuchten Augen umarmte. Ein Gefühlsausbruch, der auch dem sonst gerne stichelnden Moderator Daniel Hartwich und der Jury nicht verborgen blieb. Ein vernichtendes Urteil wie letzte Woche - und Laura Müller hätte vermutlich bittere Tränen vergossen.

Aber: Sie ist eine Runde weiter - und hätte sogar ganz ordentlich getanzt, fand zumindest Motsi Mabuse. "Du hast jetzt so richtig verstanden, worum es hier geht. Das war dein erster Tanz. Zuvor hattest du immer Angst. Jetzt haben wir Laura Müller erlebt. - und es gefällt mir." Jorge González gab zu, "ihr jeden Moment, jede Emotion geglaubt" zu haben. Und sogar von Joachim Llambi, der allenfalls ihre Schritttechnik als "komplett falsch" maßregelte, kam diesmal kein böser Seitenhieb. Beim "großen Kennenlernen" und in der ersten Live-Ausgabe von "Let's Dance" hatte er Müller bereits abfällig gescholten: "Ich kenne Sie nicht." Und: Es ist scheißegal, ob sie gut aussehen, sie müssen gut tanzen!".

"Ninja"-Power auf dem Dancefloor

Ja, gut tanzen, das kann völlig überraschend auch Moritz Hans. Bislang zeigte der erfolgreiche "Ninja Warrior Germany"-Teilnehmer im Fernsehen nur seine Körperbeherrschung bei Hindernissen wie den "Klackern", an der "Ring-Schaukel" oder im" Kamin mit Hebeln". Bei einem Tango feuerte der schüchtern wirkende Kletterer nun aber ebenfalls die ihm bekannte "Ninja"-Power ab. Für Hans gab es stehende Ovationen. Auch von Motsi Mabuse. Die Jurorin lobte ganz aus dem Häuschen: "Von Show eins auf Show zwei habe ich noch keine größere Verbesserung bei einem Tänzer gesehen."

Der Extrem-Sportler erhielt beachtliche 26 Jury-Punkte. Nur die Artistin Lili Paul-Roncalli gemeinsam mit Massimo Sinató erhielt ebenso viele Zähler. Hans zählt damit neben eben Paul-Roncalli, dem Schauspieler Tijan Njie (diesmal 22 Punkte) und dem Sänger Luca Hänni (22 Punkte) urplötzlich mit zum Favoritenkreis dieser 13. Staffel von "Let's Dance".

Ihrem Armageddon knapp entkommen

Nicht mehr dabei indes ist Sabrina Setlur. Nach Steffi Jones in der vergangenen Woche ist sie die zweite Teilnehmerin, die die Show verlassen musste. Die ehemals als "Schwester S" bekannte Rapperin stolperte über das Zuschauer-Voting. Dabei war Setlur mit zwölf Jury-Punkten noch nicht einmal die Schlechteste gewesen. John Kelly hatte nach einigen "Blackouts" bei einem Jive nur traurige zehn Punkte erreicht.

Setlur aber wird sich trösten können. Zu Beginn der Staffel hatte sie noch befürchtet: "Für mich wäre es ein Armageddon, wenn ich als Erste rausfliege." Nun ist sie als Zweite ausgeschieden. Alles also halb so schlimm.