Als emotionaler Anleger muss man Folgendes tun

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Verkehrszeichen: Vorsicht Schleudergefahr
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Wichtige Punkte

  • Viele Investoren lassen sich ihre Entscheidungen von ihren Gefühlen diktieren.

  • Wenn du dazu neigst, erfährst du hier, wie du deine finanziellen Interessen schützen kannst.

Viele Menschen halten sich für emotionale Investoren. Sie kaufen Aktien, weil sie Fans der Unternehmen sind, die dahinter stehen, und sie sind versucht, die Aktien zu verkaufen, wenn sich die Marktbedingungen verschlechtern.

Ein emotionaler Anleger zu sein, kann sich jedoch negativ auf dein Portfolio auswirken. Zum einen könntest du überstürzte Entscheidungen treffen, die zu Verlusten führen – wie zum Beispiel der Verkauf von Aktien während eines Börsencrashs.

Auch wenn es eine gute Sache ist, in Unternehmen zu investieren, deren Geschäft du kennst und verstehst, gibt es noch andere Überlegungen, die bei deinen Investitionen eine Rolle spielen sollten. Dazu gehört, wie gut es diesen Unternehmen finanziell geht, wie ihre Managementteams aussehen und welche Risiken und Chancen sie in den nächsten Jahren haben.

Wenn du dafür bekannt bist, dich bei deinen Investitionen von Emotionen leiten zu lassen, findest du hier ein paar Möglichkeiten, um das zu vermeiden.

1. Wisse, wie du eine Aktie bewerten kannst

Ob du ein Fan eines Unternehmens bist oder nicht, sollte beim Investieren eigentlich keine Rolle spielen. Du kaufst vielleicht oft bei einem bestimmten Einzelhändler ein, aber wenn seine Umsätze stetig sinken und seine Aussichten schlecht sind, ist das keine Aktie, die du in dein Portfolio aufnehmen solltest.

Mach dich mit den verschiedenen Kennzahlen vertraut, die du zur Recherche einer Aktie aus finanzieller Sicht verwenden kannst. Dazu gehören:

  • Umsätze

  • Nettoeinkommen

  • Verschuldung

  • Gewinn pro Aktie (der die Rendite pro Aktie misst)

  • Kurs-Gewinn-Verhältnis (der Kurs einer Aktie wird durch den Gewinn pro Aktie geteilt)

2. Investiere nach einem bestimmten Muster

Viele Anleger haben Erfolg mit einem System, das als Durchschnittskosteneffekt bekannt ist. Beim Durchschnittskosteneffekt verpflichtest du dich, in bestimmten Abständen einen bestimmten Geldbetrag zu investieren, unabhängig davon, wie die Aktienkurse zu diesem Zeitpunkt aussehen.

Du könntest zum Beispiel beschließen, jeden Monat 200 US-Dollar in einen bestimmten S&P 500-Indexfonds zu investieren, unabhängig davon, ob sein Wert steigt oder fällt. Oder du entscheidest dich, Aktien eines bestimmten Unternehmens im Wert von 200 US-Dollar zu kaufen, unabhängig davon, wie der letzte Geschäftsbericht aussah.

Der Sinn des Durchschnittskosteneffekts ist es, Emotionen aus der Gleichung herauszunehmen. Und wenn du dich an dieses System hältst, zahlst du am Ende oft weniger pro Aktie, als wenn du versuchst, den Markt zu timen.

3. Lege deinen Notfallfonds an

Wenn der Wert deines Portfolios zu sinken beginnt, gerätst du vielleicht in Panik und verkaufst Aktien, bevor es noch schlimmer wird. Aber was ist, wenn du das Geld im Notfall brauchst? Dann kannst du es dir nicht leisten, deinen Kontostand weiter sinken zu lassen. Wenn du aber darauf achtest, einen separaten Haufen Bargeld auf einem Sparkonto für Notfälle zu deponieren, musst du dich vielleicht nicht so sehr sorgen.

Idealerweise solltest du außerhalb deiner Investitionen über genügend Bargeld verfügen, um deine Rechnungen mindestens drei Monate lang bezahlen zu können. Für eine bessere Absicherung solltest du sechs Monate anstreben.

4. Investiere kein Geld, das du vielleicht bald brauchst

Generell solltest du nur Geld in Aktien investieren, das du in den nächsten sieben Jahren oder länger nicht brauchst. Die Logik dahinter ist, dass du in einem so langen Zeitraum viele Möglichkeiten hast, dich von Marktrückgängen zu erholen. Wenn du also hoffst, in drei oder vier Jahren ein Haus zu kaufen, solltest du deine Anzahlung nicht in Aktien stecken und auf das Beste hoffen.

Manche Menschen sind emotionaler veranlagt als andere. Aber wenn es um den Kauf und Verkauf von Aktien geht, kann dir das schaden. Wenn du zu den emotionalen Anlegern gehörst, solltest du diese Tipps beherzigen, damit dein Wohlstand stetig wächst, ohne dass es dir finanziell schadet.

Der Artikel Als emotionaler Anleger muss man Folgendes tun ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Dieser Artikel wurde von Maurie Backman auf Englisch verfasst und am 01.01.2022 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Motley Fool Deutschland 2022

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