Emotionaler Abschiedsbrief eines Piloten

Nie wieder Pilot sein? Für einen Angestellten der American Airlines gar nicht so einfach (Bild: Getty Images)

Manche sehnen ihn schon viele Jahre herbei, manche fürchten sich vor dem, was danach kommt. Wie cool und würdevoll man mit seinem letzten Arbeitstag umgehen kann, hat jetzt ein Pilot der American Airlines bewiesen.

Der 28. Januar war der letzte Tag, an dem Kapitän Jeff Rowland eine Boeing 747 in die Luft brachte und damit das tat, was er jahrzehntelang so geliebt hat. Alleine feiern wollte er aber nicht, und so hatte er jedem einzelnen Passagier in der mit Luftschlangen und -ballons geschmückten Kabine einen Brief auf seinen Platz gelegt.

33 Jahre sei er auf etwa 10.000 Flügen gewesen, schrieb der Pilot, hätte in mindestens 28.000 Flugstunden zwei Millionen Passagiere transportiert und fühle sich heute noch genauso geehrt, ein Teil ihres Lebens zu sein, wie bei seinem allerersten Flug. Er bedankte sich bei den Chefs der American Airlines ebenso wie bei den Reisenden. “Ich danke Ihnen aus tiefstem Herzen. Was mich betrifft, hat AA nur einen Fehler gemacht … sie haben mich bezahlt, und ich hätte es auch umsonst gemacht!“

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Er spricht davon, welch Freude es ihm gemacht habe, die Passagiere an Orte auf der ganzen Welt zu bringen und verabschiedet sich mit folgenden Worten: “Ich werde nicht weinen, weil es vorbei ist, sondern ich werde lächeln, weil es geschehen ist. Vielen Dank!“

Sam Farmer, ein Reporter der “LA Times“, der zufällig an Bord war, tweetete den bewegenden Brief. Dazu schrieb er, die Familie des Piloten sei in der 1. Klasse von Los Angeles bis Dallas mitgeflogen. Dort sei Rowland auf der Rollbahn von Kollegen mit Wasserkanonen empfangen worden, deren Strahlen einen Bogen bildeten, unter dem er dem Ruhestand entgegenlief. Schöner kann ein neuer Lebensabschnitt nicht beginnen.