Emmys 2017: Nicole Kidman thematisiert auf der Bühne häusliche Gewalt

Nicole Kidman hat den Emmy als beste Hauptdarstellerin gewonnen. (Bild: AP Photo)

Nachdem sie die Auszeichnung als „Beste Hauptdarstellerin in einer Mini-Serie“ gewann, nutzte Nicole Kidman ihre Redezeit, um auf das Problem der häuslichen Gewalt aufmerksam zu machen.

Nicole Kidman kann ihrer Sammlung an Preisen einen weiteren Award hinzufügen. Für die Mini-Serie „Big Little Lies“ erhielt sie einen Emmy. In der Serie geht es um einen Mordfall innerhalb eines engen Beziehungsgeflechts von scheinbar normalen, spießigen Vorstadtfamilien. Im Laufe der Serie werden viele kleine und große Lügen und Intrigen aufgedeckt, die mit zu dem Mord führten. Unter dem Schleier einer solchen Lüge verbirgt eine der Hauptfiguren der Serien auch die häusliche Gewalt, die sie erfährt.

So bedankte sich Nicole Kidman in ihrer Emmy-Rede bei den Menschen, mit denen sie für die Serie zusammengearbeitet hat und denen, die „viel opfern“, damit sie ihren künstlerischen Pfad gehen kann, wie sie sagte.

Der letzte Teil ihrer Dankesrede handelte aber nicht mehr von der Dankbarkeit, die sie empfindet. Zum Ende ihrer Rede bekundete Kidman, dass sie mit der Serie, der Auszeichnung und ihren Worten die Möglichkeit bekommen habe, auf häusliche Gewalt aufmerksam zu machen.

„Wenn du schauspielst, bekommst du manchmal die Chance, eine größere Botschaft zu übermitteln. Wir haben den Scheinwerfer auf häusliche Gewalt gerichtet. Sie ist eine komplizierte, heimtückische Krankheit und sie ist viel weiter verbreitet, als wir uns selbst eingestehen wollen. Sie geht einher mit Scham und Verheimlichungen und dadurch, dass ihr mir diesen Award verleiht, leuchtet der Scheinwerfer sie sogar noch mehr aus.“

In der Serie spielt Nicole Kidman neben Reese Witherspoon und Shailene Woodley. Die drei Mütter von Erstklässlern scheinen mit in den Mordfall verstrickt. Die deutschsprachige Erstausstrahlung der siebenteiligen Mini-Serie erfolgte im Mai auf „Sky Atlantic HD“.