Emilia und Noah sind 2021 erneut beliebteste Vornamen

Farbabdrücke von Händen in einem Kindergarten (AFP/Christof STACHE) (Christof STACHE)

Emilia und Noah sind im vergangenen Jahr erneut die beliebtesten Vornamen für Kinder in Deutschland gewesen. Beide Namen lagen nach 2020 auch 2021 auf den Spitzenplätzen, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden am Freitag in ihrer jährlichen Auswertung mitteilte. Bei den Mädchen folgten auf den weiteren Plätzen Hanna(h) und Sophia beziehungsweise Sofia, bei den Jungen Matt(h)eo beziehungsweise Mat(h)eo und Leon.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es relativ wenig Bewegung. 2020 hatte bei den Mädchen Emilia angeführt. Dahinter folgten Hanna(h) und Emma. Sophia beziehungsweise Sofia lag 2020 noch auf dem vierten Platz. Bei den Jungen war Noah der Spitzenreiter, vor Leon und Paul. Matt(h)eo beziehungsweise Mat(h)eo stieg vom vierten Platz auf den zweiten.

Die Liste der zehn beliebtesten Vornamen blieb bei Jungen und Mädchen im Vergleich zu den Vorjahren weitgehend stabil. Die zehn häufigsten Mädchennamen tauchten auch 2020 bereits in den Top Ten auf. Bei den Jungen gab es mehr Bewegung. Finn machte drei Plätze gut und landete auf dem vierten Platz, Paul sackte von Platz drei auf Platz fünf ab. Eine kleine Überraschung gab es bei Luca beziehungsweise Luka, der vom 14. Platz auf den sechsten sprang und somit das erste Mal seit 2017 wieder zu den zehn beliebtesten Namen gehört. Zum ersten Mal in den Top Ten ist Emil auf Platz acht.

In den Listen zeige sich eine "Mischung aus Zeitlosigkeit und Zeitgeist", erklärte die GfdS. Auf der einen Seite gebe es mit Emma, Mia, Leon und Paul beispielsweise Namen, die schon seit vielen Jahren auf den ersten Plätzen zu finden sind. Andererseits seien dort Trendnamen wie Mila, Lina, Finn und Emil anzutreffen.

Im Vergleich zwischen dem Norden und dem Süden Deutschlands zeigt sich, dass es große Unterschiede zwischen den Regionen gibt. Während im Norden Mädchennamen wie Ida, Frieda, Mathilde und Lia in den Top Ten vorkommen, sind diese im Süden nicht einmal in den Top 20 zu finden. Dort sind traditionelle Namen wie Anna, Marie und Luisa beliebter. Bei Jungen ist der Unterschied beim Namen Fiete am größten. Im Norden belegt er Platz acht, im Süden Platz 239.

Die GfdS ermittelt seit 1977 jährlich die Liste der beliebtesten Vornamen. Diesmal erhielt sie Meldungen von fast 800 Standesämtern bundesweit. Nach Angaben der Gesellschaft sind damit über 93 Prozent aller im vergangenen Jahr in Deutschland vergebenen Vornamen erfasst. Mehr als 68.000 verschiedene Namen wurden gemeldet.

ald/cfm

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.