EM-Gegner Italien: Azurblaue Flecken

SID
EM-Gegner Italien: Azurblaue Flecken

Antonio Cabrini weiß, wie man Deutschland bezwingt. 1982 gewann der damalige Außenverteidiger mit Italien das WM-Finale gegen die deutsche Auswahl mit 3:1. Nun will er als Trainer von Italiens Frauen-Nationalteam bei der EM endlich einen Coup gegen die erfolgsverwöhnte DFB-Auswahl schaffen.
Doch der Turnierstart misslang, 1:2 musste sich die Squadra Azzurra dem leichtesten Gruppengegner Russland im ersten Spiel geschlagen geben. "Ich hoffe, dass uns diese Niederlage hilft, uns zu steigern. Gegen Deutschland müssen wir eine gute Vorstellung unabhängig vom Resultat abliefern", forderte Cabrini.
Der 18. der Weltrangliste ist bekannt für seine unangenehme Spielweise. Tief stehen, auf Konter lauern, nickelig im Zweikampf - aus Duellen mit dem zweimaligen Vize-Europameister (1993 und 1997) nimmt der Gegner oft viele blaue Flecken mit. Auch das EM-Viertelfinale 2013 in Schweden, als die DFB-Auswahl dank eines Tores von Simone Laudehr 1:0 gewann, ist als Abnutzungskampf in Erinnerung geblieben.
In bislang 26 Begegnungen ging Deutschland 14-mal als Sieger vom Platz, immerhin acht Remis stehen zu Buche. Doch der Respekt vor dem Rekord-Europameister im italienischen Lager ist groß. 
"Deutschland ist die stärkste Mannschaft der Welt und hat nicht zufällig die Olympischen Spiele gewonnen. Es ist ein Duell wie David gegen Goliath", sagte Angreiferin Ilaria Mauro, die viele der Gegenspielerinnen aus ihrer Zeit bei den Bundesligisten SC Sand und Turbine Potsdam kennt.