EM 2020: Pfiffe gegen Gomez - Sterling reagiert

Englands Nationalspieler Joe Gomez wurde im EM-Qualifikationsspiel gegen Montenegro (7:0) von den eigenen Fans ausgepfiffen. Mannschaftskamerad Raheem Sterling, der sich mit Gomez Anfang der Woche gefetzt hatte, übte im Anschluss an das Spiel Kritik am Verhalten der englischen Anhänger.

"An alle englischen Fans: Ich wollte eigentlich nicht mehr zu diesem Thema Stellung nehmen, aber jetzt muss ich es doch tun. Es war sehr hart für mich, dass mein Mitspieler für etwas ausgepfiffen wird, für das ich die Schuld trage", schrieb der Offensivspieler von Manchester City nach dem Schlusspfiff auf Twitter.

Gomez, Defensivspieler des FC Liverpool, war in der 70. Minute für Mason Mount eingewechselt worden und hatte dabei in Wembley die Pfiffe geerntet. Es war die Konsequenz aus dem Streit mit Sterling, der dem formstarken City-Star die Verbannung aus dem Kader für das Montenegro-Spiel eingebracht hatte.

Sterling: "Joe hat nichts falsch gemacht"

Sterling und Gomez waren bereits im Spitzenspiel der Premier League zwischen Liverpool und den Cityzens aneinandergeraten. Mittlerweile sind die Wogen zwischen beiden Stars wieder geglättet. Es habe sich lediglich um eine "Fünf-bis-zehn-Sekunden-Sache" gehandelt, so Sterling.

Auf Twitter stellte der City-Star abschließend klar: "Joe hat nichts falsch gemacht. Für mich war es schwer zu akzeptieren, dass jemand, der nach einer schweren Woche alles gibt, ausgepfiffen wird. Ich übernehme die volle Verantwortung und lebe mit den Konsequenzen. Das wollte ich nur einmal loswerden."

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