Elyas M’Barek stellt klar: Ich bin kein Migrant

Viele glaubten bislang, Elyas M’Barek sei kein Deutscher. (Bild: AP Photo)

In einem Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“ stellte Schauspieler Elyas M’Barek nun klar, dass er sich selbst nicht als Vorzeige-Migrant sieht. Er wuchs nämlich in München auf.

Auch wenn er in vielen Filmen einen Türken spielt, spricht M’Barek weder Türkisch noch Arabisch – auch, wenn sein Vater aus Tunesien stammt. Der Zeitung erklärte der 35-Jährige: „Ich bin in München geboren, bin hier aufgewachsen, habe mein ganzes Leben hier verbracht, ich spreche nur Deutsch.” Von der Bezeichnung “Vorzeige-Migrant” will er also nichts wissen: “Ich bin ja kein Migrant, wie kommen Sie überhaupt darauf?!”

Der Schauspieler resümiert: „Nur weil man anders aussieht, wird man in Deutschland im Jahr 2017 immer noch unterteilt und kategorisiert. Ich bin Europäer oder Münchner – aber vor allem bin ich Mensch.”

Durchbruch in “Türkisch für Anfänger”

Bevor ihm der große Durchbruch als Cem Özturk in „Türkisch für Anfänger“ (2006) gelang, spielte M’Barek oft die Rolle des Kleinkriminellen, meist mit Migrationshintergrund, weswegen viele den Schauspieler wohl noch immer in diese Schublade packen. Sein Film „Fack ju Göhte“ avancierte im Jahr 2013 sogar zum erfolgreichsten Kinofilm des Jahres.

Ab Donnerstag ist M’Barek erneut auf der Kinoleinwand in der Buchverfilmung „Dieses bescheuerte Herz“ zu bewundern – ein Kontrastprogramm für den 35-Jährigen „Fack ju Göhte“-Star, der in der Tragikomödie den verwöhnten Chirurgen-Sohn Lenny spielt. Von seinem Vater wird er wegen seines draufgängerischen Verhaltens dazu verdonnert, sich um den herzkranken Daniel zu kümmern. Dieser hat eine Bucket-List angefertigt. Lenny soll ihm nun helfen, seine Wünsche zu erfüllen.

Im Video: Darum macht sich Elyas M’Barek Sorgen um Deutschland