Elvis Costello: Er will ‚Oliver’s Army‘ nicht mehr hören

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Elvis Costello credit:Bang Showbiz
Elvis Costello credit:Bang Showbiz

Elvis Costello hat Radiosender angefleht, seine umstrittene Platte ‚Oliver's Army‘ nicht mehr zu spielen.

Der 67-jährige Musiker – dessen richtiger Name Declan McManus ist – ist in den letzten Jahren unter Beschuss geraten, weil er das N-Wort in seinem Hit von 1979 verwendet hat. Zunächst hatte er deshalb bei seinen Konzerten eine zusätzliche Strophe über Zensur ausprobiert, doch mittlerweile ist er sowohl die Kritik als auch den Song selbst scheinbar völlig leid. Er hat nun Radiosender gebeten, den Track gar nicht mehr zu spielen.

Er sagte: „Auf der letzten Tour habe ich einen neuen Vers über Zensur geschrieben, aber was ist der Sinn davon? Also habe ich beschlossen, dass ich es nicht spielen werde.“ Radiosender gehen zuweilen zur alten Taktik des Zensierens über und spielen den typischen Piep-Ton, um das kontroverse Wort dahinter zu verstecken. Costello hält davon aber gar nichts. Er fügte hinzu: „Das Wort überpiepen ist ein Fehler. Sie machen es noch schlimmer, indem sie es piepen, weil sie es dann hervorheben. Spielt die Platte einfach gar nicht mehr.“

Der Musiker – der auch Hits mit ‚She‘ und ‚Good Year for the Roses‘ hatte, die beide aus der Feder anderer Songwriter stammen – gab zu, dass es ihm „einen Gefallen tun würde“, wenn ‚Oliver’s Army‘ vollständig aus dem Repertoire der Radiosender verschwinden würde. Allerdings ist er auch wehmütig darüber, weil es sein einziger selbstgeschriebener Hit war. Er sagte der Zeitung ‚The Telegraph‘: „Es nicht zu spielen, würde mir einen Gefallen tun. Denn wenn ich unter einen Bus falle, spielen sie ‚She‘, ‚Good Year for the Roses‘ und ‚Oliver's Army‘.“ Elvis ist sich sicher, dass er nach seinem Tod nur dafür „gefeiert“ werde, dass er Songs gesungen hat, die er nicht komponiert hat, im Gegensatz zu seinem selbst geschriebenen Hit ‚Oliver's Army‘. „Ich werde sterben und sie werden meinen Tod mit zwei Songs feiern, die ich nicht geschrieben habe. Was sagt dir das?“

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