Elon Musk sagt, er hat Twitter gekauft – und wendet sich in einem offenen Brief an die Werbekunden

Tesla-Chef Elon Musk ist nun Eigentümer von Twitter. - Copyright: pa / Adrien Fillon/ZUMA Press Wire
Tesla-Chef Elon Musk ist nun Eigentümer von Twitter. - Copyright: pa / Adrien Fillon/ZUMA Press Wire

Nach dem Hin und Her ist es nun passiert: Tesla-Chef und Multimilliardär Elon Musk hat den Kurznachrichtendienst Twitter gekauft. Das gab Musk am Donnerstagnachmittag auf der Plattform bekannt.

Der neue Twitter-Eigentümer veröffentlichte einen offenen Brief an die Werbekunden der Social-Media-Plattform und nennt die Gründe, warum er sich für die Übernahme entschieden hat: „Ich habe mir Twitter gekauft, weil es für die Zukunft der Zivilisation wichtig ist, einen gemeinsamen digitalen Ort zu haben, an dem ein breites Spektrum von Meinungen auf gesunde Art diskutiert werden kann, ohne auf Gewalt zurückgreifen zu müssen.“

Laut Musk herrscht aktuell eine „große Gefahr“, dass Social Media in extrem rechte und extrem linke Meinungen auseinandergehen. Das würde mehr Hass erzeugen und unsere Gesellschaft spalten, so Musk.

Eigentlich hatte sich Musk mit Twitter schon im April auf die Übernahme geeinigt

Offiziell abgeschlossen und von Twitters Seite bestätigt ist der Deal noch nicht. Aber dass Musk sich bereits ins Management einmischt und in der Vergangenheitsform davon spricht, Twitter gekauft zu haben, deutet auf einen unmittelbar bevorstehenden Vollzug hin. Bis Freitag um 17:00 Uhr Ortszeit (23.00 Uhr MESZ) muss die Transaktion durch sein, sonst landet der seit Monaten strittige Deal doch noch vor Gericht. Diese Frist wurde richterlich verhängt, um die seit Monaten zwischen Musk und Twitter strittige Übernahme zu regeln.

Eigentlich hatte sich Musk mit Twitter schon im April auf die Übernahme geeinigt. Im Juli erklärte er die Vereinbarung jedoch wegen angeblicher Falschangaben des Unternehmens zu Fake-Accounts für ungültig. Twitter klagte auf Einhaltung des Kaufvertrags und es wurde ein Gerichtsprozess zur Klärung des Streits angesetzt. Anfang Oktober erneuerte Musk sein Kaufangebot dann überraschend wieder, stellte jedoch die Bedingung, dass das Gerichtsverfahren beigelegt wird.

Mit Material der dpa.