Dragonspeed wechselt die Klasse

Ben Hanley und Henrik Hedman werden in der LMP1 einen dritten Fahrer brauchen


Die LMP1-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) wird einen Neuzugang begrüßen dürfen. Nach dem Titelgewinn in der European-Le-Mans-Series (ELMS) 2017 wird das Team Dragonspeed in der "Super-Saison" 2018/19 der Langstrecken-WM antreten. Der Schwede Henrik Hedman, der das Projekt finanziert, sowie der Brite Ben Hanley stehen als Fahrer bereits fest. Unklar ist derzeit noch, mit welchem Chassis und welchem Motor Dragonspeed in die WEC einsteigen wird.

"Das gesamte Team freut sich unbändig auf diese neue Herausforderung", sagt Teamchef Elton Julian, dessen Mannschaft zunächst die wichtigen Entscheidungen von ACO und FIA bezüglich des Reglements abwarten möchte, bevor man sich für ein Fahrzeug entscheidet. "Wir haben Titel in GT3 und LMP2 geholt. Da ist unser Aufstieg in die LMP1 für unser talentierte und motivierte Mannschaft der logische Schritt. Wir schauen uns die Potenziale bei den möglichen Partnern genau an und entscheiden uns dann."

"Ich denke an 2005 zurück, an das Jahr, in dem ich erstmals in Le Mans gefahren bin", so Julian weiter. "Auch damals war mit Audi nur ein Hersteller am Start, aber dazu kam ein tolles Feld von Privatiers mit sechs verschiedenen Chassis und vier unterschiedlichen Motoren. Tatsache ist, dass damals die Pole an ein Privatteam ging." In jenem Jahr holte sich Pescarolo mit einem Judd-Antrieb die komplette erste Startreihe. Audi startete nur von Rang drei.

"Wenn Toyota weitermacht - worauf wir alle hoffen -, dann bin ich fest davon überzeugt, dass sich in den kommenden Jahren wieder die Vielfalt von damals zeigen wird und die Privatiers sehr konkurrenzfähig sein werden", meint der auf Gran Canaria geborene Amerikaner, der 2005 (Racing for Holland Dome) und 2012 (Greaves-Zytek) bei den 24 Stunden von Le Mans als Fahrer am Start war. Julian darf auf einen umfassenden finanziellen Support von Henrik Hedman zählen.

"Die Chance, mit unserem großartigen Team in die Topklasse des Sportwagen-Sports aufzusteigen, war derart attraktiv, dass wir nicht lange überlegen mussten", meint der Schwede. "Schritt für Schritt haben wir uns immer weiter verbessert und eine Menge erreicht." Hedman dankt dem ACO und der FIA "für den neuen Kalender und die neuen tollen Möglichkeiten". Ben Hanley kommentiert: "Der Aufteig in die LMP1-Klasse ist für uns die große Chance, um Gesamtsiege zu kämpfen. Vor allem in Le Mans, wo die Hybridautos in den Vorjahren einige Probleme hatten."

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