Elmar Lakenberg ist der Mann für den Berliner Wald

Landesforstmeister Elmar Lakenberg

Wir haben uns am Schmetterlingsplatz hinter dem S-Bahnhof Grunewald verabredet. Bei der Begrüßung ist kaum ein Wort zu verstehen. Hinter uns auf der Avus dichter, morgendlicher Berufsverkehr mit Stop-and-go der LKW und PKW. Sie produzieren nicht nur Lärm, auch Abgase und Abrieb der Reifen.

Ein paar Meter weiter beginnt unser Waldspaziergang. Und schon ist die Luft wie ausgewechselt. Berlins Oberförster, Pardon, korrekt muss es Leitender Forstdirektor heißen, Elmar Lakenberg ist Leiter der Berliner Forsten und hat den Grunewald für unseren Spaziergang vorgeschlagen. Weil der auf halbem Weg in sein Büro in Friedrichshagen liegt. Der Forstmann fährt natürlich mit der Bahn aus Brandenburg nach Berlin.

Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels findet er schrecklich

Kaum sind wir nur noch von Bäumen umgeben, platzt es aus dem eigentlich bedächtigen, Ruhe aussstrahlenden bald 62-Jährigen heraus. "Dieser Autogipfel vor zwei Wochen – den empfand ich als schrecklich. Die Reaktion der Politik auf das Waldsterben in den achtziger Jahren hat größere Effekte für die Luftreinhaltung und damit für die Gesundheit der Menschen erbracht als die unzureichenden Entscheidungen zum Diesel. Jetzt ging es nur um die Frage, wieviel mehr Gesundheit für die Menschen der Autoindustrie zuzumuten ist. Beim Wald wurde darüber damals gar nicht diskutiert. Der Wald stirbt, also müssen wir was dagegen tun, war damals das Gebot. Mit der Folge, dass unsere Luftreinhaltepolitik weltweit Spitze war."

Einen wichtigen Beitrag d...

Lesen Sie hier weiter!