Ellen DeGeneres und Co.: US-Stars protestieren am Unabhängigkeitstag

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Der 4. Juli oder auch Unabhängigkeitstag ist in den USA einer der höchsten Feiertage. Viele Promis feiern aber nicht nur mit Feuerwerk, sondern auch mit politischen Botschaften.

Am 4. Juli feiern die Vereinigten Staaten von Amerika den Independence Day, an dem sie 1776 ihre Unabhängigkeit erklärt haben. Paraden, Grillfeste, Feuerwerk und vieles mehr dürfen dabei nicht fehlen. Viele US-Promis wollten den Unabhängigkeitstag allerdings nicht blind feiern und nutzten in den sozialen Medien die Gelegenheit, gegen die aktuelle politische Lage zu protestieren.

Ein Land voller Träumer

"Happy 4th of July!", erklärte beispielsweise Ellen DeGeneres (60) auf Twitter. "Dieses Land der Immigranten, der religiösen Flüchtlinge, der Ausgestoßenen und der Träumer hat es weit gebracht. Lasst uns damit weitermachen." Damit spielte die Moderatorin nicht nur auf die Geschichte der Vereinigten Staaten an, sondern sicherlich auch auf die strikte Flüchtlingspolitik von US-Präsident Donald Trump (72).

Jener wünschte der Nation selbstverständlich ebenfalls via Twitter alles Gute und erklärte, dass es seinem Land blendend gehe. Regisseurin Ava DuVernay (45, "Selma") griff diese Äußerung auf und bezichtigte den Präsidenten mit einem Wortspiel der Lüge.

Die Komikerin Chelsea Handler (43) wurde noch sehr viel deutlicher. An jedes Land dieser Erde habe sie am 4. Juli eine Botschaft: "Uns tut es leid für unseren Präsidenten. Er repräsentiert nicht alle unsere Ansichten - und wir hoffen, dass ihr wisst, dass die Mehrheit von uns beschämt ist."

"Es gibt nichts patriotischeres als Protest"

Rapper und Schauspieler Common (46) zeigte sich kämpferisch. "Happy 4th of July! Denkt dran, es gibt nichts patriotischeres als Protest", erklärte er. Zudem zitierte er einige bedeutende Aktivisten und Kämpfer gegen Rassismus und Segregation, darunter Malcolm X und den Schriftsteller James Baldwin.

"Wir wurden durch einen Kampf geboren und wir werden weiterkämpfen", erklärte "Legends of Tomorrow"-Star Caity Lotz (31) - aber bitte "ohne einander zu hassen", denn Gewalt gebäre nur noch mehr Gewalt.

Dieser Ansicht scheint die kanadisch-amerikanische Schauspielerin und Synchronsprecherin Tara Strong (45) nicht ganz zu sein. Sie fand besonders harsche Worte für den US-Präsidenten. "An diesem 4. Juli schwöre ich nicht aufzuhören, bis jedes einzelne Kind mit seinen Eltern wiedervereint ist", schrieb Strong. Seit April sollen wegen der Politik Trumps an der Grenze zu Mexiko mehr als 2.000 Migrantenkinder von ihren Eltern getrennt worden sein. Weiter erklärte die Schauspielerin: "Ich schwöre gegen jede einzelne abscheuliche Gräueltat zu kämpfen, der sich dieses Land unter dem rassistischen Idioten Donald Trump gegenüber sieht."

Versöhnlich schickte hingegen der britische Schauspieler Luke Evans (39, "Girl on the Train") Grüße über den großen Teich. "Happy 4th of July an meine offenen, diversen, wundervollen, multikulturellen, amerikanischen Freunde!"

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