Elfmeterstreit bei Paris Saint-Germain: Unai Emery scheut Machtwort

Obwohl der Elfmeterstreit zwischen Neymar und Edinson Cavani bei PSG weite Kreise zieht, scheut sich Unai Emery davor, ein Machtwort zu sprechen.

Trainer Unai Emery vom französischen Spitzenklub Paris St.-Germain scheut im Elfmeterstreit zwischen Superstar Neymar und Edinson Cavani ein Machtwort. "Ich habe mit beiden Spielern gesprochen und ihnen gesagt, wie sie die Dinge zu regeln zu haben - auf dem Platz und bei den Elfmetern", sagte Emery vor dem Gruppenspiel der Champions League am Mittwoch (20.45 Uhr im LIVETICKER) gegen Bayern München.

Beide Spieler, Neymar und Cavani, "sind bereit, die Elfmeter zu schießen, es liegt in ihrer Verantwortung", ergänzte Emery auf der Pressekonferenz am Dienstag. Die beiden Profis hatten sich beim letzten gemeinsamen Ligaspiel am 17. September gegen Olympique Lyon (2:0) um die Ausführung eines Strafstoßes gestritten. Cavani trat an - und vergab. Die "affaire du penalty" wird seither in Frankreich heiß diskutiert.

Neymar wird aller Voraussicht nach gegen den FCB wieder neben dem Uruguayer von Anfang an stürmen. Eine klare Rollenverteilung bei den Strafstößen gebe es zwar immer noch nicht, jedoch deutete Emery einen Kompromiss zwischen den beiden Superstars an. "Es sind viele Spieler in der Lage, die Elfmeter zu schießen. Cavani und Neymar sind bereit“, so der 45-Jährige. Dann fügt er hinzu: "Es wird noch eine Menge Elfer geben." Beide würden dann ihre Chancen bekommen.

Das Duell mit dem deutschen Rekordmeister im Prinzenpark nannte Emery (45) "wichtig, weil wir Gruppenerster werden wollen". Neymar, der das 0:0 bei der Generalprobe in Montpellier wegen einer Fußverletzung verpasst hatte, werde vorbehaltlich des Abschlusstrainings ebenso mitwirken können wie der genesene Angel Di Maria. Nationalspieler Julian Draxler wird nicht in der Startelf erwartet, obwohl Emery betonte: "Julian Draxler ist gut drauf und ein wichtiger Spieler für PSG."