Elektronikhändler Saturn will Kunden virtuell ins Weltall holen

Der Elektronikhändler Saturn will seine Kunden ihre Einkäufe künftig auch in der virtuellen Realität tätigen lassen. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, können Kunden sich künftig mithilfe einer Virtual-Reality-Brille unter anderem in eine Raumstation auf dem Planeten Saturn begeben und sich dort über Produkte informieren und beraten lassen. Auch von Zuhause aus sollen sich Besitzer bestimmter VR-Brillen über eine App in die virtuelle Einkaufswelt begeben können.

"Wir sehen großes Potenzial in Virtual Reality und sind fest davon überzeugt, dass es die Art, wie wir Dinge erleben und auch, wie wir Produkte einkaufen, deutlich verändern wird", erklärte der bei der MediaMarktSaturn-Gruppe für die digitale Entwicklung zuständige Manager Martin Wild. Deshalb sei es "nur konsequent, dass wir eine Shoppingwelt dafür entwickeln".

Diese mache "Zukunftstechnologie erlebbar", erklärte Carsten Streese, leitender Geschäftsführer von MediaMarktSaturn Deutschland. Zugleich würden mit dem weiteren Einkaufskanal "die digitale und die reale Welt noch ein Stück enger" verzahnt. In insgesamt 20 Märkten will Saturn in einer zehnwöchigen Tour die Technik vorstellen. Viele Einzelhändler stehen derzeit angesichts der zunehmenden Abwanderung von Käufern zu Online-Händlern vor wachsenden Herausforderungen.