Elektrohandwerk sieht sich im Aufwärtstrend

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Geschäftsklima im deutschen Elektro-Handwerk ist seinem Zentralverband (ZVEH) zufolge schon fast wieder auf Vor-Corona-Niveau. "Nachdem Auftragspolster und Umsätze in den zurückliegenden Monaten deutlich wuchsen, blicken die Betriebe mit Zuversicht in die Zukunft", teilte der Verband am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. 56 Prozent der Betriebe seien auf der Suche nach qualifiziertem Personal.

Nach einer ZVEH-Umfrage unter 1200 Innungsbetrieben Anfang September erreichte der Geschäftsklimaindex mit 85 Punkten seinen bislang höchsten Stand seit Beginn der Corona-Krise und liegt nur noch 3 Punkte unter dem Wert vom März 2020. Drei Viertel der Betriebe beurteilten ihre Geschäftslage als gut. 45 Prozent berichteten von steigenden Umsätzen, nur 13 Prozent von Umsatzeinbußen bei handwerklichen Tätigkeiten. 54 Prozent haben laut ZVEH Aufträge für mehr als zwei Monate in den Büchern.

Trotz der bereits sehr guten Geschäftslage erwarten 26 Prozent der Betriebe in den kommenden Monaten eine weitere Verbesserung, nur 10 Prozent eine Verschlechterung. "Da Klimaschutz auch nach der Bundestagswahl eines der großen Themen sein wird, bin ich zuversichtlich, dass die E-Handwerke in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werden", sagte ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi. Digitalisierung und Energiewende eröffneten dem Elektrohandwerk neue Wachstumsmärkte, von E-Mobilität über Smart Home und Photovoltaik bis zum Ausbau des Breitbandnetzes.

Der ZVEH vertritt die Interessen von rund 50 000 Unternehmen mit 516 000 Beschäftigten aus den Handwerken Elektrotechnik, Informationstechnik und Elektromaschinenbau, die Jahresumsätze von insgesamt 68 Milliarden Euro erwirtschaften.

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