Elektro-Autos: Wie man in diesen Megatrend der Zukunft investieren kann

In unserer Serie “Wie man in Megatrends investieren kann” stellen wir regelmäßig zukunftsträchtige Bereiche vor, mit denen Geld zu verdienen ist.

Folge 7: Elektro-Autos

Kommen Sie, oder kommen sie nicht so richtig in Fahrt? Das ist für so manchen Privatinvestor derzeit die spannendste und zugleich bedeutendste Frage in Bezug auf alle Auto-Aktien und speziell die Elektrofahrzeuge.

In Analogie zu dieser Fragestellung scheiden sich auch die Geister, ob sich eine Investition in Anbieter von Elektroautos lohnen könnte, oder nicht. Doch eins steht mit Sicherheit fest: Sofern sich die Elektro-Revolution in der Automobilbranche als nachhaltig erweist, ist auch das ein Megatrend, an dem Investoren mitverdienen können.

Für alle, die sich daher frühzeitig positionieren wollen, werfen wir nun einen Blick auf spannende Investitionsmöglichkeiten in diesem potenziellen Megatrend.

1.) Die bisherige Marktgröße
So manche Meilensteine konnten in diesem Markt zuweilen schon geknackt werden. Allen voran in China. Denn alleine im letzten Jahr wurden im Reich der Mitte rund 777.000 Elektroautos abgesetzt, was China zum unangefochtenen Elektroauto-Weltmeister macht.

Zudem plant China, den Elektroautomarkt auch in Zukunft weiter zu pushen. Im Jahr 2019 soll so beispielsweise eine Quote alternierender Antriebe etabliert werden, die größere Automobilhersteller regelrecht zur Produktion und Absatz von Elektroautos verpflichten könnte. Für 2019 wird bislang ein Prozentsatz von 10, für 2020 gar von 12 % kolportiert. In diesem interessanten Absatzmarkt wird die Förderung daher großgeschrieben.

Doch auch in dem wichtigen Absatzmarkt der USA konnten im vergangenen Jahr bereits 194.000 Elektroautos an die Frau, beziehungsweise den Mann gebracht werden. Sofern die gegenwärtigen, mittleren zweistelligen Wachstumsraten mancherorts daher beibehalten werden können, dürfte die Elektromobilität gewiss das Zeug zum ausgeprägten Megatrend besitzen.

2.) Internationale Einzelakteure im Fokus
Natürlich können Interessierte auf so ziemlich jeden Autobauer setzen, der sich in irgendeiner Weise mit dem Thema auseinandersetzt. Alleine im heimischen DAX finden sich mit BMW, Daimler und Volkswagen drei Akteure, die hier zumindest bemüht sind, Fuß zu fassen.
An dieser Stelle soll es jedoch um zwei internationale Einzelakteure gehen, die schon etwas tiefer in den Gefilden der Elektromobilität verankert sind.

Tesla
An dem Elektropionier Tesla scheiden sich zunächst die Geister. Für viele handelt es sich bei dem von Elon Musk geführten Unternehmen um eine ideale Gelegenheit, Geld zu verbrennen. Für mindestens die gleiche Anzahl ist Tesla der innovative Elektropionier, an dem im Grunde kein Weg vorbeiführt. Daher drängt sich förmlich die Betrachtung dessen auf, was Tesla bislang erreicht hat.

Mit seinen Model S und Model X wagte Tesla den ersten Vorstoß bei den Elektrofahrzeugen. Doch der eigentliche Hoffnungsträger ist das Model 3, das ein erster, großflächiger Schritt in die Serienproduktion symbolisieren soll.

Zwar geistern hin und wieder regelrechte Schreckensmeldungen in Bezug auf Absatz, Produktionsketten und –zahlen durch die Medienwelt. Wenn das Model 3 sich letztlich jedoch als Erfolg herausgestellt und die ambitionierten Erwartungen – die nicht zuletzt auch Musk selbst geschürt hat – erfüllen kann, könnte Tesla als Elektropionier definitiv eine große Rolle in diesem Markt spielen.

Tesla

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Geely
Ein zweiter, interessanter Akteur im Kontext der Elektroautos ist Geely. Hierzulande ist Geely vor allem bekannt als Muttergesellschaft von Volvo, im Reich der Mitte zählt der Konzern jedoch schon heute zu den bekanntesten und größten Automobilbauern.

Und das ist im Grunde auch, was Geely hier so interessant macht. Wie wir bereits an anderer Stelle gesehen haben, ist China mit seinen bislang 777.000 verkauften Elektroautos gegenwärtig der größte Mark. Entsprechend hoch dürfte die Motivation sein, sich hier ansprechend zu positionieren.
Für das weitere, globale Vordringen auch in andere Märkte könnte das Engagement von Geely-Chef bei Daimler sorgen. Mit etwas Fantasie könnte durch eine strategische Partnerschaft der Name Geely möglicherweise künftig in den europäischen Gefilden etabliert werden.

Geely

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3.) Die ETF-Lösung
Wem derartige Einzelpositionen zu vage und spekulativ sind, der sucht womöglich nach einer breiten Lösung, um am Megatrend der Elektroautos profitieren zu können.

Eine solchen bietet beispielsweise der frisch aufgelegte Evolve Automobile Innovation Index ETF. Mit diesem Passivfonds sind Investoren an 29 Akteuren aus der (Elektro-)Automobilwirtschaft, sowie an Mobilitätsdienstleistern und Zulieferern beteiligt. Ein spannender und breiter Mix, der letztlich nicht nur das Endprodukt, das Elektroauto, würdigt.

Für diese breite Möglichkeit werden alle Anleger allerdings mit jährlichen Verwaltungsgebühren in Höhe von 0,55 % zur Kasse gebeten.

Evolve Automobile Innovation Index ETF

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Disclosure: Der Autor Vincent Uhr besitzt Aktien von BMW.