Ekström zweifelt an Elektro-DTM: "Auf klassischen Strecken nicht attraktiv"

André Wiegold
·Lesedauer: 2 Min.

Im Jahr 2023 soll die Elektro-DTM als Rahmenserie ihr Debüt feiern. In 30-minütigen Sprintrennen sollen die Boliden mit 1.200 Pferdestärken Leistung ans Limit gebracht werden. Außerdem wird ein automatisierter Batteriewechsel im Rahmen eines Pflichtstopps erwägt. DTM-Urgestein Mattias Ekström ist vom Konzept nicht überzeugt.

Doch warum ist der Schwede skeptisch, dass die Elektro-DTM ein Erfolg wird? Gegenüber 'Motorsport.com' sagt er: "Ich glaube nicht, dass Elektroautos auf einer normalen Rennstrecken großen Anklang finden werden, weil die Sounderfahrung zwischen einem Elektroauto und einem konventionellen Fahrzeug einfach unterschiedlich ist."

Ekström glaubt, dass die Fans die Verbrenner bevorzugen werden. Bezüglich der Geräuschkulisse sagt Ekström: "ich glaube, es wird noch eine Weile dauern, bis sie den Fans nicht mehr wichtig ist." Ekström betont, dass er kein Gegner des E-Motorsports sei, aber dennoch seine Zweifel hat: "Ich glaube aber nicht, dass der E-Motorsport auf klassischen Rennstrecken seinen größten Boom erleben wird."

Mattias Ekström ist kein Gegner von E-Motorsport

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Die Elektromeisterschaft soll eine von vier Säulen sein, die in Zukunft die DTM-Plattform bilden sollen. Neben der Rennen mit Elektroautos soll es weiterhin Verbrenner-Motorsport geben. Ab der Saison 2021 werden GT3-Boliden als Speerspitze der DTM eingesetzt. Außerdem sollen auch die klassische DTM und der virtuelle Rennsport wichtige Säulen der Plattform bilden.

Laut DTM-Chef Gerhard Berger sollen diese vier Säulen die Faszination des Rennsports repräsentieren und zugleich der Technologieentwicklung dienen. Motorsportfans bekommen also das Beste aus allen Welten geboten, so zumindest der Plan des DTM-Strippenziehers. Er sagt: "Auf unserer Plattform ist für jeden etwas dabei."

Mit Bildmaterial von ITR.